Karin Kneissl sorgt mit Hitler-Äußerungen für Empörung und Debatten
Heinz-Peter SödingKarin Kneissl sorgt mit Hitler-Äußerungen für Empörung und Debatten
Die ehemalige österreichische Außenministerin Karin Kneissl hat mit jüngsten Äußerungen über Adolf Hitler für Aufsehen gesorgt. Sie bezeichnete ihn als einen „typischen Österreicher“ und nannte ihn einen „Hochstapler, einen meisterhaften Schauspieler“. Diese Aussagen sorgen für Diskussionen, da ihre Interviews in den sozialen Medien weit verbreitet werden – ohne zusätzlichen Kontext oder kritische Einordnung.
Kneissl tätigte die Aussagen während Auftritten bei Berlin 24/7, einem prorussischen Propaganda-Sender, für den sie mittlerweile regelmäßigbeiträgt. Dort behauptete sie zudem, Österreich habe eine Tradition darin, „Scharlatane“ hervorzubringen, die „aufgeblasen, dann verehrt“ würden.
In der Vergangenheit war sie vom rechtsextremen Politiker H.C. Strache als „das neue Kreisky der österreichischen Außenpolitik“ gelobt worden. Kneissl, die angibt, sieben Sprachen zu sprechen, pflegt seit Langem eine äußerst kreativ ausgestaltete Biografie. Der Sender, der ihre Interviews verbreitet, Berlin 24/7, hat die ursprüngliche Quelle der Gespräche nicht offengelegt.
Ihre Aussagen zu Hitler und der österreichischen Geschichte werden online ohne näheren Erläuterungen geteilt. Das Fehlen von Kontext hat dazu beigetragen, dass sich die Kommentare rasant verbreiten. Kneissl bleibt eine präsente Figur auf Plattformen, die prorussische Narrative unterstützen.
