Kampf um den Erhalt des On-Demand-Busses Flexo in Salzgitter
Ungewisse Zukunft für den On-Demand-Bus "Flexo" in Salzgitter
Der bedarfsgesteuerte Busdienst Flexo in Salzgitter steht vor einer ungewissen Zukunft, denn die aktuelle Förderung läuft Ende 2026 aus. Schülerinnen und Schüler wie die 19-jährige Ece Hickorkmaz kämpfen nun um den Erhalt des Angebots – sie fürchten, dass dessen Wegfall Bildung und Alltagsmobilität vieler Menschen in der Region stark beeinträchtigen würde.
Der Flexo-Service war mit regionaler Unterstützung gestartet worden und erhält bis Dezember 2026 50 Prozent seiner Finanzierung vom Regionalverband Braunschweig. Danach müssen die Kommunen die Kosten selbst tragen. Einige Gebiete wie der Landkreis Gifhorn und Baddeckenstedt haben den Dienst bereits langfristig gesichert: Gifhorn bis 2033, Baddeckenstedt bis 2031.
Hickorkmaz, die für ihre Berufsausbildung auf Flexo angewiesen ist, hat gemeinsam mit Mitschülerinnen und Mitschülern eine Online-Petition gestartet, die bis Sonntag bereits 460 Unterschriften sammelte. Die Gruppe traf sich zudem mit dem KVG-Betriebsrat, lokalen Verantwortlichen und dem Landkreismayor Christian Striese, um nach Lösungen zu suchen.
Die endgültige Entscheidung liegt nun bei den politischen Vertretern Salzgitters. Noch in diesem Jahr müssen sie über eine Verlängerung der Förderung abstimmen, um ein Ende des Dienstes 2027 zu verhindern. Aktuell bedient Flexo unter anderem Salzgitter-Thiede, Salzgitter-Bad, Baddeckenstedt und mehrere umliegende Gemeinden.
Ohne neue Finanzmittel wird Flexo in Salzgitter nach 2026 eingestellt. Die Petition und das Engagement der Schülerinnen und Schüler unterstreichen, wie wichtig der Service für Ausbildung, Arbeit und tägliche Mobilität ist. In den anstehenden Abstimmungen dieses Jahres werden die Kommunalparlamente über seine Zukunft entscheiden.






