26 April 2026, 18:12

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritiker fordern mehr

Plakat mit einem Zug auf Schienen mit Menschen in der Nähe und Text 'The American Jobs Plan Will Expand Affordable Public Transportation'.

Deutsche Bahn friert Fernverkehrspreise ein – doch Kritiker fordern mehr

Die Deutsche Bahn hat angekündigt, die Preise für Fernverkehrstickets ab dem 1. Mai ein Jahr lang stabil zu halten. Die Maßnahme ist Teil der Bemühungen, die Belastungen während der Energiekrise zu mildern. Die Fahrgastorganisation Pro Bahn kritisierte die Entscheidung jedoch als unzureichend, um Reisenden wirklich zu helfen.

Vorstandschefin Evelyn Palla bestätigte, dass die Preise für Fernverkehrstickets bis April 2025 unverändert bleiben werden. Das Unternehmen begründete den Schritt mit den steigenden Lebenshaltungskosten und der wirtschaftlichen Unsicherheit. Doch Detlef Neuß, der ehrenamtliche Vorsitzender von Pro Bahn, hielt dagegen: Ein einfaches Einfrieren der Preise reiche nicht aus.

Neuß wies darauf hin, dass die Ticketpreise bereits jetzt je nach Strecke und Nachfrage stark variieren. Er stellte infrage, ob die Preisbremse die dynamischen Preisschwankungen tatsächlich eindämmen werde. Stattdessen forderte er eine vorübergehende Preissenkung – eine Erhöhung der Tarife sei angesichts der anhaltenden Serviceprobleme nicht vertretbar.

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Die Fahrgastvertretung verwies auf anhaltende Probleme mit Verspätungen und Zugausfällen. Neuß kritisierte, dass die Ankündigung der Deutschen Bahn diese Sorgen nicht berücksichtige. Statt nur die Preise zu stabilisieren, müsse das Unternehmen konkretere Schritte unternehmen, um die Fahrgäste zu entlasten.

Die Preisgarantie gilt zwar bis zum nächsten Frühjahr, doch Kritiker bemängeln, dass sie weder die Erschwinglichkeit noch die Zuverlässigkeit des Bahnverkehrs verbessere. Auf Forderungen nach weiteren Preissenkungen hat die Deutsche Bahn bisher nicht reagiert. Reisende müssen weiterhin mit unterschiedlichen Kosten rechnen – je nachdem, wann und wohin sie fahren.

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