08 February 2026, 02:22

Junge Muslime in Niedersachsen lernen, Antisemitismus und Rassismus zu hinterfragen

Eine Liniengrafik, die die Anzahl der muslimischen Amerikaner zeigt, die seit dem 11. September in gewalttätigen Extremismus verwickelt waren, mit begleitendem Text, der zusätzliche Kontext zu den Daten liefert.

Junge Muslime in Niedersachsen lernen, Antisemitismus und Rassismus zu hinterfragen

Ein neues Bildungsprojekt in Niedersachsen hilft jungen Muslimen, Antisemitismus und antimuslimischen Rassismus durch strukturierte Workshops zu bekämpfen. Unter der Leitung von Dua Zeitun von MUJOS e.V. regt die Initiative Teilnehmerinnen und Teilnehmer dazu an, kritisch über Klischees nachzudenken und ihre Stimme in demokratischen Diskussionen zu erheben. Das einjährige Programm bietet mehrere Module zu Prävention und Empowerment an.

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Das Projekt richtet sich an junge Muslime, darunter Studierende und Schülerinnen und Schüler, und findet in Form von außerschulischen Workshops statt. Die Teilnehmenden setzen sich aktiv mit Diskussionen auseinander und lernen, Sprache und Konzepte im Zusammenhang mit Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus einzuordnen. Dua Zeitun, die die Workshop-Reihe leitet, beobachtet, dass viele Jugendliche unbewusst antisemitische Stereotype aus Protesten oder Medien wiederholen.

Jeder Jahresdurchgang umfasst vier bis fünf Module, in denen die Zusammenhänge und Unterschiede zwischen Antisemitismus und antimuslimischem Rassismus beleuchtet werden. Die Sitzungen werden von muslimischen Fachkräften geleitet, was defensive Reaktionen der Teilnehmenden verhindert. Ziel ist es, junge Menschen darin zu bestärken, sich auf sachliche und demokratische Weise für sich selbst und ihre Gemeinschaften einzusetzen.

Gefördert wird das Projekt vom Niedersächsischen Präventionsrat und dem Landesdemokratiezentrum im Rahmen des Bundesprogramms "Lebendige Demokratie!". Besonders wichtig ist der Initiative die nachhaltige Auseinandersetzung, damit die Teilnehmenden im Laufe der Zeit ein tieferes Verständnis entwickeln. Zeitun betont, dass die Auseinandersetzung mit Antisemitismus in muslimischen Communities auch Diskussionen über antimuslimischen Rassismus einschließen muss, um alle Perspektiven zu würdigen.

Das Projekt bietet jungen Muslimen einen strukturierten Ansatz, um Vorurteile zu hinterfragen und sich in demokratischen Dialogen zu engagieren. Durch die Verknüpfung von Antisemitismusprävention mit antirassistischer Bildung strebt die Initiative langfristige Veränderungen an. Die Teilnehmenden verlassen die Workshops mit der Fähigkeit, Stereotype kritisch zu analysieren und ihre Anliegen selbstbewusst zu vertreten.