09 March 2026, 14:16

Invasives Unkraut bedroht 300.000 Hektar Ackerland in Deutschland

Ein Maisfeld in ländlicher Umgebung, umgeben von Gras und Bäumen, mit Häusern im Hintergrund und einem klaren blauen Himmel.

Invasives Unkraut bedroht 300.000 Hektar Ackerland in Deutschland

Aggressive Unkraut bereitet deutschen Landwirten massive Probleme

Die Gelbe Zypergrasnuss (Cyperus esculentus), ein invasives und besonders widerstandsfähiges Unkraut, breitet sich rasant aus und befällt mittlerweile über 300.000 Hektar Ackerland in ganz Deutschland. Um die Lage in den Griff zu bekommen, haben die Behörden nun die Notfallzulassung für ein spezielles Herbizid namens Permit erteilt.

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Die Pflanze gedeiht vor allem unterirdisch und verbreitet sich über Triebe und Knollen. Häufig gelangt sie als blinder Passagier an Landmaschinen in neue Felder und ist dort nur schwer wieder zu entfernen. Besonders gefährdet sind Reihenkulturen wie Mais und Kartoffeln, die durch das Unkraut stark in Mitleidenschaft gezogen werden.

Als Gegenmaßnahme hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) eine 120-tägige Notfallzulassung für Permit erteilt. Das Herbizid, das den Wirkstoff Halosulfuron-methyl enthält, wirkt systemisch, indem es über Blätter und Wurzeln aufgenommen wird. Es bekämpft gezielt die Gelbe Zypergrasnuss, während Nutzpflanzen verschont bleiben.

In diesem Jahr dürfen bis zu 100.000 Hektar mit Permit behandelt werden, wobei insgesamt 3.500 Kilogramm des Herbizids zum Einsatz kommen. Landwirte dürfen es mit einer Höchstmenge von 35 Gramm pro Hektar ausbringen, aufgeteilt auf zwei Anwendungen in bestimmten Wachstumsphasen des Maises (BBCH 14 und BBCH 16).

Dr. Dirk Wolber rät dazu, Permit mit einer Vorauflaufbehandlung zu kombinieren und bei Bedarf eine Nachauflaufanwendung folgen zu lassen. Dieser Ansatz soll die Bekämpfung des hartnäckigen Unkrauts verbessern.

Die Notfallzulassung ermöglicht gezielte Maßnahmen gegen die Gelbe Zypergrasnuss, insbesondere in stark betroffenen Regionen wie Niedersachsen, wo 250.000 Hektar befallen sind. Durch die selektive Wirkung und den gezielten Einsatzzeitpunkt von Permit soll die Ausbreitung des Unkrauts eingedämmt und gleichzeitig der Schutz wichtiger Nutzpflanzen gewährleistet werden.

Quelle