IKEA revolutioniert sein Konzept mit kleineren Läden für die Zukunft des Möbelhandels
Winfried JunkIKEA revolutioniert sein Konzept mit kleineren Läden für die Zukunft des Möbelhandels
IKEA stellt sein Ladengeschäftsmodell um und setzt künftig auf kleinere Verkaufsflächen. Die Neuausrichtung erfolgt, als das Unternehmen auf einen schwächelnden Möbelmarkt reagiert und neue Standorte erschließt. Der erste dieser kompakteren Läden hat bereits in Ingolstadt, Bayern, seine Türen geöffnet.
Klassische IKEA-Einrichtungshäuser umfassen etwa 35.000 Quadratmeter und bieten mindestens 10.000 Produkte an. Die neuen, kleineren Filialen kommen dagegen auf durchschnittlich 2.950 Quadratmeter. Dort werden rund 2.650 Artikel für den direkten Kauf vorrätig sein, während weitere 1.000 Produkte zur Online-Bestellung ausgestellt werden.
Die kleineren Läden fungieren vor allem als Ausstellungsräume und Beratungszentren, wobei der Großteil der Waren digital bestellt wird. Online-Umsätze machen bei IKEA in Deutschland bereits fast 1,5 Milliarden Euro aus – etwa ein Viertel des Gesamtumsatzes. Das Unternehmen plant, zunächst 20 dieser Filialen weltweit zu eröffnen, mit weiteren Expansionsschritten in Aussicht.
Mit diesem Konzept kann IKEA auch in Gebiete vordringen, in denen große Einrichtungshäuser nicht realisierbar wären. Das neue Modell ermöglicht es dem Händler zudem, sich an veränderte Einkaufsgewohnheiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen anzupassen.
Die erste Filiale im kleinen Format ist nun in Bayern eröffnet. Weitere Standorte sollen folgen, da IKEA diese Strategie für das zukünftige Wachstum priorisiert. Ziel der Umstellung ist es, die Marke zugänglicher zu machen und gleichzeitig die Marktpräsenz zu stärken.
