Historisches Hotel Heidkrug in Lüneburg wird zum kulturellen Leuchtturm der Altstadt
Serpil KranzKreativideen gegen den Niedergang der Lüneburger Innenstadt - Historisches Hotel Heidkrug in Lüneburg wird zum kulturellen Leuchtturm der Altstadt
Neues Hotel in Lüneburgs Altstadt wird als pulsierendes Zentrum für Gesellschaft und Kultur wiedereröffnet
Ein denkmalgeschütztes Hotel im Herzen von Lüneburgs Altstadt soll bald als neuer Treffpunkt für Gesellschaft und Kultur neue Strahlkraft entfalten. Die Unternehmerin Antje Blumenbach und der Unternehmensberater Stefan Ennen verwandeln das über 600 Jahre alte Hotel Heidkrug in einen Ort, der lokalen Handel mit Gemeinschaftsveranstaltungen verbindet. Das Projekt soll einer Gegend neuen Aufschwung verleihen, die seit der Pandemie mit leerstehenden Läden zu kämpfen hat.
Seit sechs Jahrhunderten prägt der Heidkrug das Stadtbild Lüneburgs – doch die neuen Besitzer wollen ihm nun eine moderne Bestimmung geben. Blumenbach wird dort ihr Unternehmen ansiedeln, zu dem auch der Verkauf von Pfälzer Weinen gehört. Zudem plant sie, das Haus als Location für Hochzeiten zu nutzen und es so zu einem Ort der Begegnung zu machen.
Um das Leben in der Altstadt weiter zu beleben, hat Ennen für diesen Sommer ein Straßenfest vor dem Hotel organisiert. Die Veranstaltung soll den Austausch zwischen Einheimischen und Gästen fördern. Noch in diesem Jahr werden im Heidkrug zudem kostenlose Konzerte, Lesungen und weitere kulturelle Angebote stattfinden.
Die Wiedereröffnung erfolgt zu einer Zeit, in der Lüneburgs Innenstadt vor Herausforderungen steht: Stand Oktober 2022 waren 33 Gewerbeimmobilien in der Stadt ungenutzt – ein Nachklang der Corona-Pandemie. Die Neubelebung des Heidkrugs ist Teil einer größeren Initiative, diese Lücken zu schließen und der Altstadt neuen Schwung zu verleihen.
Das Konzept des Hotels vereint Wirtschaft und Kultur unter einem Dach. Mit Weinverkauf, Hochzeitsfeiern und öffentlichen Veranstaltungen soll es sowohl Anwohner als auch Touristen anziehen. Gelingt das Projekt, könnte es als Vorbild für die Revitalisierung weiterer leerstehender Räume in Lüneburgs historischem Zentrum dienen.
