10 February 2026, 16:11

Henrietta, das abenteuerlustige Huhn, erobert den Münchner Hauptbahnhof

Eine alte Postkarte mit einer Gruppe von Hühner, die vor einem Zug stehen, mit Text auf der Postkarte.

Henrietta, das abenteuerlustige Huhn, erobert den Münchner Hauptbahnhof

Ein Huhn sorgt für Aufsehen am Münchner Hauptbahnhof der Deutschen Bahn

Am Freitagabend löste ein Huhn am Münchner Hauptbahnhof der Deutschen Bahn für Aufregung, nachdem es zwischen den Gleisen gesichtet worden war. Die Bundespolizei taufte das Tier auf den Namen Henrietta, nahm es in Obhut und versuchte unterdessen, seine Besitzerin ausfindig zu machen. Ihr ungewöhnlicher Hang, sich in Lieferwagen zu schmuggeln, könnte sie weit von zu Hause weggeführt haben.

Das Abenteuer begann, als eine Reisende das Huhn in der Nähe der Gleise entdeckte. Die Bundespolizei griff schnell ein, fing Henrietta ein und brachte sie zur Dienststelle. Drei Tage lang kümmerten sich die Beamten um sie – einer fütterte sie sogar mit Haferbrei.

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Am nächsten Morgen wurde Henrietta an den Vogelnotdienst Olching, eine Vogelauffangstation, übergeben. Dort sorgte Leiter Gerhard Wendl dafür, dass sie die richtige Pflege erhielt, während die Suche nach ihrer Besitzerin weiterging.

Unterdessen stellte sich heraus, dass Henrietta bereits Erfahrung mit ungebetenen Mitfahrgelegenheiten hatte. Ihre Besitzerin, eine junge Frau, die Hühner aus Leidenschaft hält, hatte Lieferfahrer oft mit den Worten gewarnt: "Bitte schließen Sie die Tür, sonst steigt das Huhn ein." Diese Gewohnheit erklärte vermutlich, wie Henrietta überhaupt am Bahnhof der Deutschen Bahn gelandet war.

Nachdem 20 Menschen anriefen, um Henrietta ein neues Zuhause anzubieten, wurde schließlich ihre Besitzerin ausfindig gemacht. Die junge Frau hatte verzweifelt nach ihrem verschwundenen Huhn gesucht und war erleichtert, als sie hörte, dass es in Sicherheit war.

Henriettas Reise vom Bauernhof zum belebten Bahnhof der Deutschen Bahn endete mit einem Happy End, als sie mit ihrer Besitzerin wiedervereint wurde. Der Vorfall zeigte nicht nur ihre neugierige Ader, sondern auch den Einsatz von Polizei und Rettern, die sie beschützten. Mittlerweile ist sie zu ihrem gewohnten Alltag zurückgekehrt – auch wenn ihre Besitzerin nun wohl ein wachsameres Auge auf offene Lieferwagentüren hat.