Harz wird zum Winterparadies: Rekord-Schnee lockt tausende Besucher an
Heinz-Peter SödingFrost und schwerer Schnee bringen dem Harz einen 'bildschönen Winter' - Harz wird zum Winterparadies: Rekord-Schnee lockt tausende Besucher an
Wintermärchen im Harz: Schneechaos lockt Touristen in Scharen
Dank heftiger Schneefälle und eisiger Temperaturen hat sich der Harz in eine traumhafte Winterlandschaft verwandelt. Die Bedingungen sind ideal für Skifahrer, Snowboarder und andere Wintersportbegeisterte. Die Region erlebt einen regelrechten Besucherandrang – besonders in beliebten Orten wie Schierke steigen die Übernachtungszahlen deutlich.
Die winterlichen Verhältnisse haben einen deutlichen Zuwachs an Gästen gebracht: Allein in Schierke stiegen die Übernachtungen von 107.000 im Dezember 2023 auf 110.000 im Dezember 2024. Die Skigebiete in Braunlage, Sankt Andreasberg, Torfhaus, Hohegeiß und Hahnenklee sind gut besucht – sowohl von Urlaubern als auch von Tagesgästen.
Erstmals seit drei Jahren sind am Wurmberg alle Pisten geöffnet, und das ausschließlich mit Schnee. Auch das Skigebiet Sonnenberg in Sankt Andreasberg, das ebenfalls auf natürlichen Schnee angewiesen ist, hat den Betrieb voll aufgenommen. Die Wintersportsaison läuft seit Januar ohne Probleme und soll nahtlos weitergehen.
Besondere Aufmerksamkeit erregt zudem ein Rekord-Schneemann in Hahnenklee: Mit stolzen 11,5 Metern Höhe erforderte sein Bau rund 300 Kubikmeter Schnee, schwere Maschinen und die Hilfe von über 30 Freiwilligen. Die Riesenfigur trägt einen 15 Meter langen Schal, der von Frauen aus der Region in Handarbeit aus etwa 6,5 Kilometern Wolle gehäkelt wurde. Dazu kommen ein drei Meter hoher Zylinder und eine maßgefertigte Stahl-Fliege – ein spektakulärer Anblick.
Der Schneereichtum in diesem Winter steht im Kontrast zu den Vorjahren. Die Saison 2025/26 fiel schwächer aus als 2022/23, als im Brocken-Gebiet bis zu 150 Zentimeter Schnee lagen, oder 2023/24 mit 80 bis 100 Zentimetern. Historische Extreme waren etwa der Januar 1979, als über 200 Zentimeter Schnee den Brocken bedeckten, oder die Kältewelle 2010 mit bis zu -25°C und heftigen Schneestürmen.
Der Harz genießt eine blühende Wintersaison: Die Skigebiete sind voll geöffnet, die Besucherzahlen steigen. Die Kombination aus Naturschnee und Gemeinschaftsprojekten wie dem Rekord-Schneemann zieht die Massen an und stärkt den lokalen Tourismus. Nach den eher schneearmen Wintern der Vergangenheit ist dies eine willkommene Wende.
