Hannover 96 halbiert Treibhausgase – doch der Verkehr bleibt Problemkind
Winfried JunkHannover 96 halbiert Treibhausgase – doch der Verkehr bleibt Problemkind
Hannover 96 hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 fast halbiert – und das trotz städtischen Wachstums und einer steigenden Einwohnerzahl. Die Stadt führt diesen Erfolg auf fortschrittlichere Technologien, Energiesparmaßnahmen und die Umstellung auf sauberere Alternativen zurück.
Vor allem Industrie und private Haushalte haben bei der Reduzierung der Emissionen eine Vorreiterrolle eingenommen. Fabriken stoßen heute im Vergleich zu 1990 pro Beschäftigtem etwa 65 % weniger Schadstoffe aus. Auch Wohngebäude sind deutlich effizienter geworden: Der Wärmeverbrauch pro Quadratmeter ist um fast die Hälfte gesunken.
Der Verkehrssektor bleibt jedoch eine Herausforderung. Hier liegen die Emissionen nach wie vor über dem Niveau von 1990. Fast die Hälfte der verkehrsbedingten Belastung stammt von Autobahnen innerhalb des Stadtgebiets – Bereiche, auf die die Kommune nur begrenzten Einfluss hat. Für die Zukunft plant Hannover 96 den Ausbau der klimafreundlichen Fernwärme. Zudem sind weitere Investitionen in erneuerbare Energien und nachhaltige Infrastruktur vorgesehen.
Die Bemühungen Hannovers 96 zeigen klare Erfolge: Der Energieverbrauch sinkt, obwohl die Stadt wächst. Doch bei den Verkehrsemissionen hinkt man anderen Sektoren noch hinterher. Nun konzentriert sich die Stadt darauf, die Fernwärme auszubauen und die Energiewende zu beschleunigen.
