Grüner MP kritisiert CDU-Vorschlag zur Vogelgrippe
Grüner Abgeordneter kritisiert CDU-Vorschlag zur Vogelgrippe
Anreißer Der grüne Landtagsabgeordnete Pascal Leddin hat die CDU-Fraktion im niedersächsischen Landtag scharf für ihre Forderung nach einem landesweiten Verbot der Freilandhaltung von Geflügel wegen der Vogelgrippe kritisiert.
Veröffentlichungsdatum 19. November 2025, 12:36 Uhr
Schlagwörter Politik und Gesetzgebung, Innenpolitik
Artikeltext Im niedersächsischen Landtag ist eine hitzige Debatte über Maßnahmen gegen die Vogelgrippe entbrannt. Der grüne Abgeordnete Pascal Leddin geriet mit der CDU aneinander, nachdem deren Fraktionsvorsitzender Sebastian Lechner ein flächendeckendes Verbot der Freilandhaltung von Geflügel im gesamten Land gefordert hatte. Leddin warf der CDU vor, mit unwirksamen Vorschlägen auf die eigentlichen Herausforderungen des Ausbruchs zu reagieren.
Auslöser des Streits war Lechners Forderung nach verschärften Regeln zur Eindämmung der Vogelgrippe. Der CDU-Politiker schlug vor, alle Geflügelbestände in Niedersachsen zwingend in geschlossenen Ställen unterzubringen. Leddin lehnte dies umgehend ab und argumentierte, eine solche Maßnahme werde das Virus nicht stoppen, verschlechtere aber die Haltungsbedingungen für die Tiere.
Zudem kritisierte Leddin den CDU-Abgeordneten Moormann für pauschale und unbelegte Aussagen zum Ausbruch. Statt auf pauschale Verbote zu setzen, die unnötiges Leid verursachten, solle man sich auf praktikable Lösungen konzentrieren, so Leddin. Die Auseinandersetzung zeigt die wachsenden Spannungen darüber, wie die Risiken der Vogelgrippe in der Region am besten zu bewältigen sind. Während die CDU auf einheitliche Regelungen drängt, plädieren Gegner wie Leddin für gezielte, wissenschaftlich fundierte Ansätze.
Die Uneinigkeit lässt die Geflügelhalter in Niedersachsen in Unsicherheit zurück, während die Behörden über strengere Auflagen beraten. Leddins Widerstand deutet darauf hin, dass der CDU-Vorschlag ohne Überarbeitung auf Ablehnung stoßen könnte. Bisher wurde noch keine endgültige Entscheidung über landesweite Stallpflichten getroffen.
