Grüne fordern Rückkehr des 9-Euro-Tickets – doch wer zahlt die Rechnung?
Leopold BeerGrünen-Parteitag in Hannover: Das 9-Euro-Ticket soll zurückkehren - Grüne fordern Rückkehr des 9-Euro-Tickets – doch wer zahlt die Rechnung?
Grüne-Parteitag in Hannover: Das 9-Euro-Ticket soll zurückkehren
Grüne-Parteitag in Hannover: Das 9-Euro-Ticket soll zurückkehren
Grüne-Parteitag in Hannover: Das 9-Euro-Ticket soll zurückkehren
- November 2025, 20:35 Uhr
Die Grünen haben für die Wiedereinführung des 9-Euro-Monatstickets im Nahverkehr gestimmt. Auf ihrem Bundesparteitag in Hannover unterstützten die Delegierten einen Antrag der Grünen Jugend. Damit wird ein Modell wiederbelebt, das 2022 als vorübergehende Entlastungsmaßnahme eingeführt worden war.
Das ursprüngliche 9-Euro-Ticket war im Sommer 2022 gestartet und wurde vollständig vom Bund finanziert. Nach drei Monaten Laufzeit löste es im Mai 2023 das Deutschlandticket ab, dessen Preis nach langen Verhandlungen zwischen Bund und Ländern zunächst bei 49 Euro pro Monat lag.
Mittlerweile kostet das Deutschlandticket 58 Euro und soll Anfang 2026 auf 63 Euro steigen. Die Parteiführung der Grünen hatte zuvor gefordert, den Preis bei 49 Euro zu belassen, und dies als realistisch umsetzbares politisches Ziel bezeichnet. Doch auf dem Parteitag sprachen sich die meisten Delegierten für den Vorstoß der Grünen Jugend aus, zum ursprünglichen Preis von 9 Euro zurückzukehren.
Da die Grünen aktuell in der Opposition sind, können sie die Bundespolitik im Verkehrsbereich nicht direkt gestalten. Allerdings wirken sie über ihre Regierungsbeteiligung in sieben Bundesländern mit. Kritiker wie Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) lehnen den Vorschlag als unrealistisch und finanziell unverantwortlich ab.
Die Abstimmung unterstreicht das Bekenntnis der Grünen zu bezahlbarem Nahverkehr. Sollte das 9-Euro-Ticket tatsächlich wieder eingeführt werden, wäre dies eine Rückkehr zu den stark subventionierten Tarifen von 2022. Vorerst bleibt die Entscheidung jedoch eine parteipolitische Position – und noch keine Regierungslinie.
