Grundsteuerreform 2025: Wer profitiert – und wer zahlt mehr?
Neues Grundsteuersystem seit Anfang 2025 in Deutschland in Kraft – mit gemischten Folgen
Seit Anfang 2025 gilt in Deutschland ein reformiertes Grundsteuersystem. Ziel der Neuregelung war es, veraltete Bewertungsmethoden zu modernisieren, ohne die Gesamteinnahmen aus der Grundsteuer zu erhöhen. Doch die Umsetzung führt bei Eigentümern und Mietern zu unterschiedlichen Ergebnissen.
Den Anstoß für die Reform gab eine Kritik des Bundesverfassungsgerichts an den alten Grundsteuerregeln. Daraufhin verabschiedete die Bundesregierung bis Ende 2019 ein neues Gesetz. Das Gericht hatte zudem bestätigt, dass der Gesetzgeber Bewertungen vereinfachen und Wohnimmobilien begünstigen dürfe.
Niedersachsen entschied sich jedoch für ein eigenes Modell statt der bundesweiten Lösung. 2021 klagte eine Grundstückseigentümerin im Land gegen das neue Bodenrichtwertmodell – sie hielt die Steuerlast für ihr Gewerbeobjekt für zu hoch. Das Niedersächsische Finanzgericht wies ihre Klage ab und erklärte die Reform für verfassungskonform.
Finanzminister Gerald Heere (Grüne) begrüßte das Urteil und bezeichnete das Landesmodell als fair. Trotz der Entscheidung wurde der Fall wegen seiner grundsätzlichen Bedeutung zur Revision an den Bundesfinanzhof in München zugelassen.
Das neue System führt seit 2025 zu Verschiebungen der Steuerlast: Manche zahlen mehr, andere weniger. Niedersachsens Modell bleibt vorerst bestehen, nachdem es den juristischen Test überstanden hat. Die anhängige Revision beim Bundesfinanzhof wird nun klären, ob der landesspezifische Ansatz auch bundesweit Bestand hat.






