Großrazzia in Ahlhorn: 100 Beamte kontrollieren Bars und Läden auf illegale Beschäftigung
Heinz-Peter SödingGroßrazzia in Ahlhorn: 100 Beamte kontrollieren Bars und Läden auf illegale Beschäftigung
Großrazzia in Ahlhorn: 100 Beamte prüfen Gaststätten und Läden auf Schwarzarbeit und Mindestlohnverstöße
Am 12. September 2025 fand in Ahlhorn eine großangelegte Kontrollaktion statt, an der rund 100 Beamte von Zoll, Polizei und lokalen Behörden beteiligt waren. Im Fokus standen zehn Bars und Geschäfte entlang der Wildeshauser Straße und der Straße Am Lemsen, wo gezielt nach undeclarierter Arbeit und Verstößen gegen den Mindestlohn gefahndet wurde. Während der bis 21:30 Uhr dauernden Operation wurden Teile der Innenstadt zeitweise abgesperrt.
Die Kontrollen konzentrierten sich auf Personalunterlagen, Geschäftsunterlagen sowie die Einhaltung von Gaststätten- und Handelsrecht. In zwei Betrieben entdeckten die Beamten unversteuerten Kaffee aus den Niederlanden, was zu Nachzahlungen von Kaffeesteuer und Zollgebühren führte. Zudem beschlagnahmten sie ein Kilogramm nicht ordnungsgemäß versteuerten Wasserpfeifentabak, woraufhin ein Steuerhinterziehungsverfahren gegen den verantwortlichen Betreiber eingeleitet wurde.
Bei den Durchsuchungen sicherten die Behörden zudem potenziell gefälschte Dokumente, die in einem Safe aufbewahrt wurden. Hendrik Raytarowski, Leiter der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS), betonte die Notwendigkeit, faire Arbeitsbedingungen durchzusetzen und illegale Beschäftigungsstrukturen zu zerschlagen. Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, lobte die Effektivität des behördenübergreifenden Vorgehens bei der Bekämpfung von Verstößen.
Die Aktion war Teil einer breiter angelegten Initiative zur Durchsetzung von Arbeits- und Steuerrecht. Seit 2023 gab es in Niedersachsens Gastronomie- und Einzelhandelssektor jedoch keine vergleichbaren Großkontrollen mehr.
Die Razzia in Ahlhorn führte zu Steuernachforderungen, Beschlagnahmungen und strafrechtlichen Ermittlungen gegen nicht konforme Betriebe. Die Behörden kündigten an, dass weitere Untersuchungen auf Basis der gesicherten Beweise folgen könnten. Die Operation unterstreicht die anhaltenden Bemühungen, Schwarzarbeit zu bekämpfen und die Einhaltung des Mindestlohngesetzes sicherzustellen.






