13 January 2026, 04:12

Göttinger Haus der Kulturen droht am 30. September die Schließung – Proteste formieren sich

Ein Schwarz-Weiß-Foto eines großen, in Flammen stehenden Gebäudes mit Rauchwolken, einem Gewässer im Vordergrund und mehreren anderen Gebäuden und dem Himmel im Hintergrund.

Göttinger Haus der Kulturen droht am 30. September die Schließung – Proteste formieren sich

Das Göttinger Haus der Kulturen (HdK), ein langjähriger Treffpunkt für die lokale Gemeinschaft, steht vor der Schließung, nachdem die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) den Mietvertrag gekündigt hat. Die Entscheidung hat Proteste ausgelöst – lokale Politiker:innen und Aktivist:innen fordern eine Lösung vor dem Räumungstermin am 30. September. Die Schließung gefährdet nun die Zukunft des Zukunftswerkstatt-Verein und seiner zahlreichen Projekte.

Seit fast 30 Jahren ist das HdK ein zentraler Ort für Göttingens Migrant:innen- und Alternativszene. Es bietet Sprachkurse, Rechtsberatung, Workshops und Veranstaltungsräume an. Doch die Bima begründet die Kündigung mit mangelndem Brandschutz und wirft den Mieter:innen vor, ohne Genehmigung Umbauten vorgenommen zu haben – ein Verstoss gegen den Mietvertrag.

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Der Zukunftswerkstatt-Verein, der das HdK betreibt, weist die Vorwürfe zurück. Man habe alle Auflagen erfüllt und das Gebäude ordnungsgemäß instand gehalten. Dennoch besteht die Bima auf die Räumung bis Montag, den 30. September.

Der Widerstand in der Stadt wächst seit der Ankündigung. Die Linke warf der Bima am 15. Oktober vor, das Gelände für andere Zwecke umwidmen zu wollen. Bürgermeisterin Petra Broistedt (parteilos, unterstützt von Grünen und anderen Parteien) stellt sich hinter das HdK und fordert die Bima zum Einlenken auf. Unterdessen planen Künstler:innen, Aktivist:innen und Anwohner:innen für Montagmorgen eine Protestkundgebung vor dem Gebäude.

Der Räumungstermin bleibt vorerst bestehen – und mit ihm die Unsicherheit für die Zukunftswerkstatt und ihre Initiativen. Ohne eine Einigung droht das Ende des HdK als jahrzehntelanger kultureller und sozialer Begegnungsstätte. Ob es dazu kommt, hängt nun davon ab, ob Bima und lokale Verantwortliche bis zum 30. September eine Lösung finden.