05 January 2026, 14:31

Göttingen gedenkt jüdischer NS-Opfer mit Musik und Erinnerungsorten

Eine Ausstellung mit einem Tisch, auf dem verschiedene Landesflaggen, eine Box, Papiere und eine Fahne sowie links daneben eine Weltkugel, rechts eine Anschlagtafel mit einigen Menschen in der Nähe und mehrere Tische und Stühle im Hintergrund zu sehen sind.

Göttingen gedenkt jüdischer NS-Opfer mit Musik und Erinnerungsorten

Gedenkveranstaltung in Göttingen ehrt jüdische Opfer der NS-Verfolgung

In Göttingen findet eine Gedenkfeier zu Ehren der jüdischen Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung statt. Die von der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) und der Stadt organisierte Veranstaltung eröffnet eine Reihe von Erinnerungsaktivitäten. Das diesjährige Programm umfasst Musik, Reden und einen besonderen Fokus auf vier ehemalige jüdische Schüler aus der Region.

Die Gedenkveranstaltung beginnt am Sonntag, dem 9. November 2025, um 17:00 Uhr in der St.-Marien-Kirche in Wollershausen. Das Klezmer Project Orchestra (KlezPO) tritt auf, begleitet von der Flötistin Maren Böhme und dem Geiger Mathias Böhme. Die Feier markiert den 87. Jahrestag der Novemberpogrome 1938 (auch bekannt als Reichspogromnacht oder Kristallnacht), bei denen in den Nächten vom 9. auf den 10. November 1938 gewaltsame Ausschreitungen gegen Jüdinnen und Juden stattfanden.

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Ein Geschichtsseminar des Max-Planck-Gymnasiums, geleitet von der Lehrerin Carolin Maltzahn, hat bei der Organisation mitgewirkt. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen Albert Rosenberg, Kurt Schloss, Friedrich Karl Polak und Adolf Pauson – vier ehemalige jüdische Schüler der Schule, die unter der NS-Herrschaft litten. Um 18:00 Uhr folgt eine zweite Kundgebung am Synagogenplatz. Die GCJZ Göttingen und die Stadt laden die Öffentlichkeit ein, an beiden Veranstaltungen im Rahmen der jährlichen Gedenkinitiativen der Göttinger Allianz teilzunehmen.

Die Events verbinden Musik, historische Reflexion und öffentliche Teilhabe. Ihr Ziel ist es, das Andenken an die Verfolgten der NS-Zeit zu bewahren. Die Veranstalter rufen die Bürgerinnen und Bürger auf, sich zu beteiligen und der Opfer sowie ihrer Geschichten zu gedenken.