Goldschmaus rettet Traditions-Wursthersteller Dieter Hein vor der Pleite
Serpil KranzGoldschmaus rettet Traditions-Wursthersteller Dieter Hein vor der Pleite
Goldschmaus-Unternehmen übernimmt insolvente Wurstwarenfirma Dieter Hein GmbH & Co. KG
Am 1. März 2026 soll die Goldschmaus-Unternehmen den insolventen Wurstwarenhersteller Dieter Hein GmbH & Co. KG übernehmen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch das Bundesanzeiger und würde das 94 Jahre alte Unternehmen in einen der größten Fleischverarbeiter Deutschlands eingliedern. Goldschmaus hat zugesichert, alle 320 Arbeitsplätze zu erhalten und bestehende Lieferantenverträge fortzuführen.
Das 1932 gegründete Unternehmen Dieter Hein produziert monatlich rund 900 Tonnen Fleisch- und Wurstwaren und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 90 Millionen Euro. Anfang dieses Jahres hatte das Traditionsunternehmen Insolvenz angemeldet. Goldschmaus plant, Millionenbeträge in die Modernisierung des Standorts im niedersächsischen Hasbergen zu investieren und die Produktionskapazitäten auszubauen.
Die Übernahme ist ein weiterer Schritt im Wachstumskurs der Goldschmaus-Unternehmen in der Fleischbranche. Zwischen 2022 und 2025 kletterte der Konzern in den Handelsblatt-Branchenrankings von Platz fünf auf Platz drei. Der Umsatz stieg von 1,2 auf 1,5 Milliarden Euro, angetrieben durch Expansionen im Geflügel- und Convenience-Bereich. Allein 2024 verarbeitete das Unternehmen 1,83 Millionen Schweine und festigte damit seine Position als einer der marktführenden Akteure.
Mit der Übernahme will Goldschmaus sein Produktsortiment erweitern und die Lieferkette stärken. Betont wurde, dass der Betrieb bei Dieter Hein nahtlos weiterläuft und es zu keinen Unterbrechungen kommt.
Sollte das Bundesanzeiger zustimmen, wäre die Transaktion ein weiterer Meilenstein in der Expansionsstrategie von Goldschmaus. Geplant sind Modernisierungen der Produktionsanlagen bei Dieter Hein – ohne Stellenabbau. Zudem würde mit der Übernahme eine etablierte Marke ins Portfolio des Konzerns aufgenommen, was die Marktposition weiter festigt.
