Galeria sichert 160 Millionen Euro – doch die Zukunft der Filialen bleibt ungewiss
Heinz-Peter SödingGaleria sichert 160 Millionen Euro – doch die Zukunft der Filialen bleibt ungewiss
Die angeschlagene deutsche Warenhauskette Galeria hat von der US-Investmentfirma Gordon Brothers ein Darlehen in Höhe von 160 Millionen Euro erhalten. Die Finanzspritze ist an einen dreijährigen Restrukturierungsplan geknüpft, im Rahmen dessen die Zukunft jedes einzelnen Standorts im Filialnetz geprüft wird.
Das Darlehen soll Galerias Finanzen stabilisieren, während das Unternehmen sein Filialnetz bewertet. Im Zuge dieses Prozesses führt der Händler derzeit Mietverhandlungen mit Vermietern an zahlreichen Standorten, um die Kosten zu senken. Ungeklärt bleibt vorerst die Zukunft des Galeria-Kaufhauses in Braunschweig an der Schuhstraße.
Die Volksbank BRAWO, Eigentümerin des Gebäudes, steht mit Galeria in Gesprächen, um ein gemeinsames Konzept für das langfristige Überleben des Standorts zu entwickeln. Beide Seiten halten sich jedoch mit Details zurück. Eine endgültige Entscheidung über die Braunschweig-Filiale oder die Gesamtstruktur des Filialnetzes steht noch aus.
Die 160 Millionen Euro verschaffen Galeria Spielraum, um den Restrukturierungsplan umzusetzen. Ob das Kaufhaus in Braunschweig und andere Standorte der Kette erhalten bleiben, hängt von den laufenden Verhandlungen und Bewertungen ab. Offizielle Bekanntgaben zu einzelnen Filialen gibt es bisher nicht.
