Friseure müssen Preise nach Leistung statt Geschlecht berechnen – neue Regelung kommt
Leopold BeerFriseure müssen Preise nach Leistung statt Geschlecht berechnen – neue Regelung kommt
In Deutschland läuft eine Rechtsreform an, die geschlechterbasierte Preisdifferenzierung in Friseursalons abschaffen soll. Die Änderung zielt darauf ab, eine faire und transparente Abrechnung zu gewährleisten – nicht nach dem Geschlecht der Kundschaft, sondern nach den tatsächlich erbrachten Leistungen.
Der Bundestag hat bereits in erster Lesung über eine Novelle des Antidiskriminierungsgesetzes beraten. Künftig müssen Salons ihre Preise an Faktoren wie Haarlänge, Zeitaufwand oder konkrete Serviceleistungen knüpfen. Bei Verstößen drohen Schadensersatzforderungen nach den neuen Regelungen.
Der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks betont, dass es sich nicht um eine ideologische, sondern um eine praktische Maßnahme handelt. Ziel sei ein System, in dem die Preise klar, nachvollziehbar und rechtssicher sind. Der Verband rät allen Betrieben, ihre Preisliste und Rabattmodelle unverzüglich zu überprüfen.
Obwohl Preiserhöhungen nicht ausgeschlossen sind, steht vor allem die Transparenz im Fokus. Salons sollten zudem andere Vergünstigungen oder Nachlässe für bestimmte Gruppen prüfen, um die vollständige Einhaltung der Vorschriften zu garantieren. Die Reform zwingt die Branche zu einem neuen Preismodell: Kundinnen und Kunden zahlen künftig für die erbrachte Leistung – nicht für ihr Geschlecht. Die Betriebe müssen sich schnell anpassen, um rechtliche Konsequenzen und Strafen zu vermeiden.






