EuroICE-Projekt verzögert sich bis 2063 – Kosten explodieren auf 14 Milliarden
Leopold BeerEuroICE-Projekt verzögert sich bis 2063 – Kosten explodieren auf 14 Milliarden
Milliardenprojekt EuroICE: Bau könnte sich bis 2063 hinziehen
Pläne für den Bundestag zeigen: Bundesregierung wird keine der Kernforderungen des Heidekreises übernehmen – auch nicht den Bahnhof in Soltau
- Dezember 2025, 10:01 Uhr
Die neue EuroICE-Schnellfahrstrecke zwischen Hamburg und Hannover soll erst 2063 in Betrieb gehen – mit 13,5 Jahren Verspätung. Die 109 Kilometer lange Trasse von Hannover-Vinnhorst bis Hamburg-Meckelfeld wird voraussichtlich 8,8 Milliarden Euro kosten, doch die Gesamtkosten könnten auf über 14 Milliarden Euro steigen. Lokale Behörden, darunter der Landkreis Heidekreis, drängen nun auf Bundeshilfe, bevor die Finanzierung im Parlament endgültig beschlossen wird.
Das Projekt leidet seit Langem unter Verzögerungen und explodierenden Kosten. Ursprünglich war die Fertigstellung für 2050 vorgesehen, doch der aktuelle Zeitplan sieht nun 2063 vor. Die neuesten Schätzungen gehen davon aus, dass allein die Baukosten auf 8,8 Milliarden Euro steigen werden, während die Gesamtausgaben möglicherweise über 14 Milliarden Euro liegen könnten – was Zweifel an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit des Vorhabens aufkommen lässt.
Die Zukunft der Strecke bleibt ungewiss, da Kosten und Verzögerungen weiter anwachsen. Ohne Bundesunterstützung für lokale Forderungen könnten die regionalen Vorteile der neuen Verbindung begrenzt bleiben. Die Finanzierungsentscheidung des Bundestags wird zeigen, ob das Hochgeschwindigkeitsprojekt wie geplant vorankommt – oder weitere Rückschläge erleidet.
