Dieter Nuhrs umstrittene Aussagen zu Femiziden lösen Empörung aus
Der Komiker Dieter Nuhr hat heftige Kritik für jüngste Äußerungen zu Femiziden und Beziehungen geerntet. Während eines Auftritts bezog er sich auf die jährliche Zahl solcher Verbrechen in Deutschland. Kritiker warfen ihm vor, unempfindlich gegenüber Opfern von Partnerschaftsgewalt zu sein.
Nuhr verwies zunächst auf Daten aus dem Jahr 2024, wonach in Deutschland 328 Mädchen und Frauen getötet wurden. Er argumentierte, die Wahrscheinlichkeit, in einer Beziehung auf einen Femizid-Täter zu treffen, sei extrem gering. Zudem schlug er vor, dass es die Sicherheit erhöhen könnte, einen Partner vor einer intimen Beziehung besser kennenzulernen.
Der Komiker bestritt, jemals Witze über Femizide gemacht zu haben, und betonte, dies auch nie tun zu wollen. Er verteidigte Männer gegen das, was er als ungerechtfertigte Kollektivschuld in der Debatte über solche Verbrechen bezeichnete. Nuhr kritisierte zudem den Trend, dass digitale Empörung oft als öffentliche Meinung behandelt werde.
Kritiker warfen ihm daraufhin vor, mit seinen Worten einen Teil der Verantwortung für Partnerschaftsgewalt den Frauen zuzuschieben. Viele empfanden seine Äußerungen als pietätlos gegenüber Betroffenen von häuslicher Gewalt.
Die Kontroverse dreht sich um Nuhrs Ansichten zu Risiko, Verantwortung und öffentlicher Diskussion. Seine Aussagen haben eine breite Debatte darüber ausgelöst, wie über Femizide und Partnerschaftsgewalt gesprochen wird. Die Zahlen aus dem Jahr 2024 bleiben eine erschütternde Erinnerung an die Ernsthaftigkeit des Problems in Deutschland.
