21 June 2026, 02:10

Die Linke wählt neue Führung und polarisiert mit Gaza-Resolution

Linkspartei wählt Schwerdtner und Pantisano zum neuen Führungsteam

Die Linke wählt neue Führung und polarisiert mit Gaza-Resolution

Die Linke hat eine dreitägige Konferenz in Potsdam abgeschlossen, auf der sie ihre künftige Ausrichtung festlegte. Die Delegierten behandelten zentrale Themen, darunter die Wahl der Parteispitze sowie eine umstrittene Resolution zum Gaza-Konflikt. Die Veranstaltung zeigte sowohl Einheit als auch tiefe Gräben innerhalb der Partei.

Ines Schwerdtner wurde mit etwa 86 Prozent der Stimmen als Parteivorsitzende wiedergewählt. Dieses Ergebnis übertrifft ihre Wahl 2024, als sie rund 80 Prozent der Stimmen erhielt. Diesmal trat sie ohne Gegenkandidaten an.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Als zweiter Co-Vorsitzender wurde Luigi Pantisano gewählt, der knapp über 53 Prozent der Stimmen auf sich vereinte. Wie Schwerdtner hatte auch er keine Konkurrenten. Pantisano folgt auf Jan van Aken, der aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten war.

Auf dem Parteitag verabschiedeten die Delegierten zudem einen Kompromissvantrag, in dem die Handlungen Israels im Gaza-Krieg offiziell als Völkermord bezeichnet werden. Die Entscheidung fiel nach hitzigen Debatten und legte interne Spannungen über die Haltung der Partei zu Israel offen.

Die Linke geht nun mit einer festen Führung in die kommende Phase. Die Partei könnte bei den anstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland eine Rolle bei der Regierungsbildung spielen. Ihre Positionierung zum Gaza-Krieg bleibt jedoch ein Zankapfel unter den Mitgliedern.

Quelle