29 June 2026, 18:22

CDU-Politiker Krings zerpflückt Studie zu Prostituiertenschutzgesetz als "realitätsfremd"

CDU-Vize Krings kritisiert Prostituiertenkommission

CDU-Politiker Krings zerpflückt Studie zu Prostituiertenschutzgesetz als "realitätsfremd"

Günter Krings, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat scharfe Kritik an einer Kommission geübt, die von Bundesfamilienministerin Karin Prien eingesetzt wurde. Das Gremium prüft mögliche Änderungen des deutschen Prostituiertenschutzgesetzes. Krings wirft der Kommission vor, ihre Arbeit sei von Anfang an fehlerhaft und einseitig angelegt.

Laut Krings stützt sich die Kommission auf einen Evaluierungsbericht eines kriminologischen Instituts – dessen Leiter zugleich den Vorsitz der Kommission innehat. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass ein Viertel der legal gemeldeten Sexarbeiter:innen einen Hochschulabschluss besitzt und 80 Prozent krankenversichert sind. Diese Zahlen hält Krings für realitätsfremd.

Er ist überzeugt, dass die Untersuchung nur einen kleinen, privilegierten Ausschnitt der Branche abbildet. Krings schätzt, dass nicht mehr als zehn Prozent der Sexarbeiter:innen offiziell registriert sind. Angesichts der Tatsache, dass bundesweit lediglich 50 Sexarbeiter:innen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, sieht er ein verzerrtes Bild der Realität.

Zudem äußerte Krings Bedenken zur Zusammensetzung der Kommission. Die CDU/CSU-Fraktion sei von der Besetzung „tief enttäuscht“, erklärte er. Ein so einseitig zusammengesetztes Gremium habe er in der Regierungszeit seiner Partei noch nie erlebt. Darüber hinaus warf er dem Vorsitzenden vor, fragwürdige Forschung zu betreiben und diese nun zu verteidigen.

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Die Ergebnisse der Kommission stoßen bei der CDU/CSU auf massive Ablehnung. Krings besteht darauf, dass die erhobenen Daten die tatsächlichen Verhältnisse in der Branche nicht widerspiegeln. Er stellt sowohl die Methodik als auch die Neutralität des Gremiums infrage.

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