28 June 2026, 22:12

CDU in NRW verliert stark an Zustimmung – AfD und SPD holen auf

Infratest: Bedeutende Verluste f"ur die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

CDU in NRW verliert stark an Zustimmung – AfD und SPD holen auf

In Nordrhein-Westfalen hat sich die öffentliche Meinung in den letzten Monaten deutlich gewandelt. Kanzler Hendrik Wüsts CDU verzeichnet einen deutlichen Rückgang der Zustimmung, während andere Parteien an Boden gewinnen. Auch die Sorgen der Wähler haben sich verschoben – die Infrastruktur steht nun ganz oben auf der Prioritätenliste.

Noch im Oktober 2024 hatte die CDU mit 40 Prozent ihre höchste Zustimmung in dieser Legislaturperiode erreicht. Seitdem ist ihre Unterstützung jedoch um acht Punkte gesunken und liegt nun bei 32 Prozent. Auch die persönliche Beliebtheit von Kanzler Wüst hat nachgelassen: 42 Prozent der Wähler sind mit ihm zufrieden, 40 Prozent unzufrieden.

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Die SPD hat drei Prozentpunkte eingebüßt und kommt nur noch auf 17 Prozent – nicht weit entfernt von ihrem Rekordtief von 16 Prozent im Juni 2025. Die Grünen hingegen konnten zwei Punkte hinzugewinnen und liegen nun bei 15 Prozent. Die rechtspopulistische AfD hat auf 17 Prozent zugelegt und liegt damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft im Land. Die FDP hat unterdessen erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten und legte einen Punkt zu.

Auch die Zufriedenheit mit der Arbeit der Landesregierung ist gesunken. Nur noch 42 Prozent der Wähler zeigen sich zufrieden, während 53 Prozent unzufrieden sind. Die wirtschaftlichen Sorgen haben zugenommen: Lediglich 22 Prozent der Wahlberechtigten bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut – ein Rückgang um neun Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme sind mittlerweile das drängendste politische Thema: 31 Prozent der Wähler nennen sie als vorrangige Herausforderung.

Der Rückgang der CDU markiert eine spürbare Verschiebung im politischen Kräftefeld Nordrhein-Westfalens. AfD und SPD teilen sich nun den zweiten Platz, während Grüne und FDP moderate Zuwächse verzeichnen. Wirtschaftliche Unzufriedenheit und Infrastrukturdefizite prägen die Stimmung der Wähler im Vorfeld künftiger Wahlen.

Quelle