"Bunt statt braun" protestiert gegen AfD-Kinderschutz-Tagung in Hannover
Serpil Kranz"Bunt statt braun" protestiert gegen AfD-Kinderschutz-Tagung in Hannover
Am kommenden Samstag findet vor dem Landtag von Niedersachsen eine Demonstration der Initiative „Bunt statt braun“ statt. Die Kundgebung unter dem Motto „Unser Regenbogen bleibt bunt“ fällt zeitlich mit einer Fachtagung zum Kinderschutz zusammen, die von der AfD-Landtagsfraktion veranstaltet wird.
Das linksgerichtete Bündnis wirft der AfD vor, den Kinderschutz „instrumentalisieren“ zu wollen, und stuft die Partei als „bestätigt rechtsextrem“ ein. Die von Vanessa Behrendt, familienpolitische Sprecherin der AfD-Fraktion, organisierte Konferenz behandelt Themen wie „Gender-Ideologie, Verharmlosung von Pädophilie, Gewalterfahrungen und die frühkindliche Sexualisierung“.
Zu den Referenten zählen Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, sowie Uwe Kranz, ehemaliger Präsident des Thüringer Landeskriminalamts, der über sexuelle Gewalt gegen Kinder sprechen wird. Auch die EU-Abgeordnete Christine Anderson wird über die Auswirkungen der Corona-Politik auf Kinder referieren.
Die Protestaktion erfährt breite Unterstützung: Zu den Unterzeichnern gehören „Omas gegen Rechts“, „Aufstehen gegen Rassismus“, die Gewerkschaften Verdi und GEW, die katholische Kirche, die SPD sowie die Grünen.
Demonstration und Konferenz spiegeln die gegensätzlichen Positionen in Fragen des Kinderschutzes und gesellschaftspolitischer Themen wider. Während Aktivisten, Politiker und Gewerkschafter bei der Kundgebung ihre Kritik äußern, wird die AfD parallel ihre Standpunkte in der Fachveranstaltung darlegen. Beide Seiten nutzen die Gelegenheit, ihre Perspektiven öffentlich zu vertreten.






