22 January 2026, 20:19

Braunschweigs „Sommerstraße“ soll 2026 monatelang autofrei werden – doch Hürden bleiben

Eine Stadtstraße mit parkenden Autos, gesäumt von Bäumen und einem Gebäude mit Fenstern im Hintergrund, Menschen, die gehen und auf Bänken sitzen, Schilder mit Text und ein Fahnenmast.

Braunschweigs „Sommerstraße“ soll 2026 monatelang autofrei werden – doch Hürden bleiben

Braunschweigs Initiative "Sommerstraße" könnte 2026 in erweiterter Form zurückkehren

Der Bezirksrat unterstützt die Idee eines längeren autofreien Events und knüpft damit an den Erfolg des Wochenend-Probelaufs im vergangenen Jahr an. Nun muss die Stadt klären, wie und wo die Umsetzung gelingen kann.

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Die erste "Sommerstraße" im Braunschweiger Östlichen Ringgebiet fand 2025 statt. Ein ganzes Wochenende lang war das Viertel autofrei und bot Aktivitäten wie Brunch, Tanzkurse, ein Doppelkopf-Turnier und eine Pflanzenbörse. Anfangs skeptisch, begeisterten sich die Anwohner schnell für das Projekt – und Politiker sehen darin nun eine Chance, die Nachbarschaft enger zusammenzubringen.

Für 2026 wünscht sich der Bezirksrat eine deutlich längere Laufzeit: zwischen drei Wochen und zwei Monaten. Doch Zeitrahmen und Standort stehen noch nicht fest. Ein möglicher Ort wäre die Gegend um die Heinrichstraße und Wacholtzstraße, doch für ein langfristiges Event wäre ein anderer rechtlicher Rahmen nötig.

Zwei Modelle werden diskutiert: Zum einen eine temporäre Fußgängerzone, in der Autos zu bestimmten Zeiten fahren dürfen – ähnlich wie in Berlin-Charlottenburg, Rostock oder Heilbronn. Zum anderen ein Verkehrsversuch, wie ihn andere deutsche Städte bereits erfolgreich durchführten. Die Stadtverwaltung hatte diese Option jedoch bereits abgelehnt, mit Verweis auf fehlende Mittel und Personal.

Der Bezirksrat hat die Stadt offiziell aufgefordert, die Initiative 2026 fortzuführen, und seine Unterstützung zugesagt. Eine Entscheidung wird nach der Februar-Sitzung des Rates erwartet, in der die Machbarkeit geprüft wird.

Sollte das Vorhaben genehmigt werden, wäre die "Sommerstraße" 2026 kein kurzes Wochenend-Event mehr, sondern eine monatelange autofreie Zone. Nun liegt es an der Stadtverwaltung, die rechtlichen, finanziellen und logistischen Details zu klären. Das Ergebnis wird zeigen, ob aus der beliebten Aktion ein dauerhaftes Sommerhighlight werden kann.