Betrügerischer Corona-Testzentren-Betreiber aus Hannover zu Haft verurteilt
Winfried JunkMassiver Betrug mit Coronavirus-Tests: Über zweieinhalb Jahre Haft in Hannover - Betrügerischer Corona-Testzentren-Betreiber aus Hannover zu Haft verurteilt
Ein 27-jähriger Mann, der in Hannover COVID-19-Testzentren betrieben hatte, ist wegen Betrugs zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht sprach ihn schuldig, fast 97.000 Tests in Rechnung gestellt zu haben, die niemals durchgeführt wurden. Am 13. Januar 2026 wurde er zu zwei Jahren und sieben Monaten Gefängnis verurteilt.
Der Angeklagte unterhielt sowohl feste als auch mobile Teststationen in Hannover, Ledeburg, Groß-Buchholz, Seelze und Laatzen. Zwischen März und Oktober 2022 rechnete er bei der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) 96.702 Tests ab, die nie stattgefunden hatten. Die insgesamt betrügerisch abgerechnete Summe belief sich auf etwa 968.333 Euro.
Während des Prozesses gestand der Mann alle acht Betrugsvorwürfe ein. Die Ermittler bestätigten, dass für die eingereichten Rechnungen keine Tests durchgeführt worden waren. Das Gericht ordnete die Einziehung der vollen Summe von 970.000 Euro an, wobei das Urteil noch nicht rechtskräftig ist. Der Betrug ereignete sich im Jahr 2022, als die Nachfrage nach COVID-19-Tests noch hoch war. Die Behörden deckten den Schwindel auf, nachdem sie Abrechnungsunterlagen überprüft und Unstimmigkeiten bei den gemeldeten Testzahlen festgestellt hatten.
Die Verurteilung folgt auf Ermittlungen zu weitverbreiteten Überabrechnungen an mehreren Teststandorten. Der Verurteilte muss seine Haftstrafe antreten, während die Einziehungsanordnung in Kraft bleibt. Eine endgültige Entscheidung im Fall hängt von möglichen Berufungen ab.
