Bayerischer Kabarettpreis 2024: Von Wagner und Ringsgwandl triumphieren in München
Leopold BeerHumor, Attitude, und Herz belohnt - Bayerischer Kabarettpreis 2024: Von Wagner und Ringsgwandl triumphieren in München
Verleihung des Bayerischen Kabarettpreises im Münchner Lustspielhaus
Am Montag fand im Münchner Lustspielhaus die feierliche Verleihung des Bayerischen Kabarettpreises statt. Die Veranstaltung ehrte herausragende Talente aus den Bereichen Satire, Comedy und Kabarett – sowohl etablierte Größen als auch aufstrebende Newcomer. Eine Aufzeichnung der Gala wird am Donnerstag, dem 30. Oktober, um 21 Uhr auf BR Fernsehen ausgestrahlt.
Den Hauptpreis erhielt Claus von Wagner (47) für sein Kabarettprogramm "Projekt Equilibrium". Die Laudatio hielt Philipp Weber (51), der von Wagner bereits 1998 gemeinsam mit Mathias Tretter bekannt machte. Später wurde von Wagner als Satiriker in der ZDF-Sendung "Die Anstalt" einem breiten Publikum bekannt, unter anderem durch eine Sonderfolge im Jahr 2026 zum Thema Rentenpolitik und politische Satire.
Den Nachwuchspreis gewann Lara Ermer aus Fürth, deren humorvolle Bühnenprogramme wissenschaftliche Themen mit Comedy verbinden und die Jury überzeugten. Als "Creator des Jahres" wurde Irina (32), besser bekannt als "Toxische Pommes" unter ihrem Online-Pseudonym, ausgezeichnet – für ihre scharfsinnigen gesellschaftskritischen Beiträge auf TikTok und Instagram.
Mit dem Ehrenpreis für sein Lebenswerk wurde Georg Ringsgwandl (76) geehrt, der seit über vier Jahrzehnten das musikalische Kabarett prägt. Gisela Schneeberger (77) hielt die Laudatio, bevor Ringsgwandl den Abend mit einer Aufführung von "Der Konsumverweigerer" beschloss. Durch das Programm führte Martin Frank (33), musikalisch begleitet von der Band Desperate Brasswives.
Die Preisverleihung zeigte einmal mehr die Vielfalt des Kabaretts – zwischen jungem Talent und langjährigem Engagement. Die Preisträger sind am 30. Oktober in der TV-Übertragung zu sehen. Die Veranstaltung unterstrich Bayerns Bedeutung als Zentrum für satirische und komödiantische Künste.
