Bauern legen Niedersachsen lahm: Proteste gegen Mercosur-Abkommen eskalieren
Serpil KranzVerkehrsbehinderungen aufgrund von Bauernprotesten erwartet - Bauern legen Niedersachsen lahm: Proteste gegen Mercosur-Abkommen eskalieren
Landwirte in Niedersachsen führen heute Straßenblockaden durch, um gegen das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen zu protestieren. Mit Traktoren und großen Landwirtschaftsfahrzeugen wollen sie den Verkehr in mehreren Landkreisen lahmlegen. Die Behörden warnen bereits vor erheblichen Verzögerungen, da sich die Demonstrationen bundesweit ausbreiten.
Die Proteste begannen am frühen Morgen, wobei Landwirte in Hameln-Pyrmont und Schaumburg zwischen 7 und 17 Uhr Straßen blockierten. Ihre Hauptsorge gilt den drohenden billigeren Importen durch das Mercosur-Abkommen, das ihrer Meinung nach einen unfairen Wettbewerb für heimische Erzeuger schaffen würde.
Ähnliche Aktionen finden auch in anderen deutschen Regionen im Rahmen eines bundesweiten Aktionstags statt. In Brandenburg hat der Bauernbund Brandenburg Autobahnsperren organisiert, während in Mecklenburg-Vorpommern ebenfalls Proteste geplant sind. In Bayern führt der Bayerische Bauernverband, eine Gliederung des Deutschen Bauernverbands, die Demonstrationen an.
Landwirtschaftsverbände in mehreren Bundesländern haben ihre Mitglieder mobilisiert; mit weiteren Behinderungen ist im Laufe des Tages zu rechnen.
Die Proteste unterstreichen die breite Ablehnung des EU-Mercosur-Abkommens unter deutschen Landwirten. Verkehrseinschränkungen sind unvermeidlich, da die Blockaden in zentralen Gebieten anhalten. Die Behörden raten Autofahrern, sich auf erhebliche Behinderungen im Tagesverlauf einzustellen.
