03 January 2026, 02:23

Ausbildungsmarkt 2024/25: Weniger Plätze, mehr Bewerber – Sachsen bleibt Problemregion

Eine Lokomotive mit einer Decke, die oben im Bild sichtbar ist.

Ausbildungsmarkt 2024/25: Weniger Plätze, mehr Bewerber – Sachsen bleibt Problemregion

Im Ausbildungsjahr 2024/25 standen weniger Ausbildungsplätze zur Verfügung, doch das Interesse junger Menschen stieg weiter an. Bis zum 30. September sank die Zahl der unbesetzten Ausbildungsstellen auf 192 – ein deutlicher Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Dennoch gab es in vielen Regionen nach wie vor mehr Angebote als Bewerberinnen und Bewerber.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Gesamtzahl der gemeldeten Ausbildungsplätze ging stark um 16,4 Prozent zurück und lag bei 2.565. Gleichzeitig stieg die Zahl der Interessenten: 2.269 junge Menschen suchten einen Ausbildungsvertrag – 88 mehr als im Vorjahr. Berufsberater unterstützten 5.410 Personen, was 190 Beratungen mehr entspricht als im Jahr zuvor.

Im Handwerk verzeichnete man einen Zuwachs von 9,9 Prozent bei den neuen Auszubildenden, sodass 781 Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden. Die Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen spielte dabei eine zentrale Rolle: Sie erreichte im Jahr 2025 über 4.500 junge Menschen mit mehr als 170 Veranstaltungen. Dagegen gingen die Zahlen in den IHK-anerkannten Berufen zurück: Hier wurden 1.414 neue Verträge geschlossen – ein Minus von 96 (-6,4 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der unversorgten Bewerber stieg: 262 junge Menschen fanden keinen Ausbildungsplatz, 83 mehr als im Vorjahr. Positiv zu vermerken ist, dass das Interesse von Migrantinnen, Migranten und Geflüchteten wuchs: 435 Bewerber mit ausländischen Wurzeln meldeten sich für eine Berufsausbildung an. Sachsen blieb jedoch eine Ausnahme: Dort wurden laut Arbeitsagentur Sachsen über 8.000 Stellen nicht besetzt – die höchste Zahl im gesamten Land.

Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild der beruflichen Ausbildung. Zwar standen insgesamt weniger Plätze zur Verfügung, doch mehr junge Menschen – darunter auch viele mit Migrationshintergrund – strebten eine Lehre an. Während das Handwerk Zuwächse verzeichnete, bleibt es eine Herausforderung, Bewerber und freie Stellen zusammenzubringen, insbesondere in Regionen wie Sachsen.