21 December 2025, 23:36

Aufgrund der Monatsänderung: Besitzer verliert fast 500 Euro

Eine Apotheke mit einem vor ihr geparkten Fahrzeug und einem Gebäude in der linken Ecke.

Aufgrund der Monatsänderung: Besitzer verliert fast 500 Euro

Wechsel des Monats kostet Apotheker fast 500 Euro

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Ein dringender Reformbedarf bei der Versorgung mit E-Rezepten wird deutlich – ein Apotheker muss durch den Monatswechsel fast 500 Euro draufzahlen.

  1. November 2025, 02:39 Uhr

Schlagwörter: Wirtschaft, Finanzen

Eine Apotheke in Deutschland hat durch die zeitliche Abfolge einer elektronischen Verordnung erhebliche finanzielle Verluste erlitten. Lutz Leupold, Inhaber der Fallstein-Apotheke in Osterwieck, verlor bei einer einzigen Abgabe eines hochpreisigen Medikaments über 500 Euro. Der Fall zeigt die finanziellen Risiken auf, denen sich Apotheken durch E-Rezepte an Preisanpassungsterminen ausgesetzt sehen.

Der Vorfall begann am 30. Oktober 2025, als ein Patient ein E-Rezept für Teriflunomid, ein teures Immunsuppressivum, einlöste. Die Apotheke bestellte das Medikament noch am selben Tag zum damaligen Preis von 1.149,99 Euro. Da die gesetzlichen Arzneimittelpreise jedoch jeweils am 1. und 15. eines Monats aktualisiert werden und die Erstattung sich am Abgabedatum orientiert, ergab sich ein Problem.

Der Patient holte das Medikament am folgenden Tag, dem 1. November 2025, ab – zu diesem Zeitpunkt war der neue Festbetrag bereits auf 688,15 Euro gesunken. Die Krankenkasse erstattete daher nur den niedrigeren Betrag, sodass die Apotheke auf einem Verlust von rund 500 Euro sitzen blieb. Anders als bei Papierrezepten können E-Rezepte nicht im Voraus finalisiert werden, sodass Apotheker die Differenz tragen müssen. Leupold hatte keine andere Wahl, als das Rezept zu bedienen, da eine Aufteilung oder Ablehnung des Patienten nicht in Frage kam. Ähnliche Probleme können bei Entlassrezepten auftreten, wenn Patienten die Abholung verzögern – was zusätzliche finanzielle Unsicherheiten für Apotheken schafft.

Der Fall verdeutlicht, wie E-Rezepte für Apotheken unerwartete Kosten verursachen können, wenn Preisanpassungen mit dem Abgabedatum zusammenfallen. Ohne die Möglichkeit, Preise vorab festzuschreiben, müssen Inhaber wie Leupold die Differenz aus eigener Tasche begleichen, wenn die Erstattung hinter den Einkaufskosten zurückbleibt. Die starren zeitlichen Vorgaben des Systems lassen den Apotheken kaum Spielraum, solche Verluste zu vermeiden.