29 June 2026, 12:18

50 Jahre Gipsabbau unter Franken: Knaufs umstrittenes Projekt vor der Entscheidung

Hürde auf dem Weg zu neuem Gipsbergwerk überwunden

50 Jahre Gipsabbau unter Franken: Knaufs umstrittenes Projekt vor der Entscheidung

Knaufs Plan zur unterirdischen Gipsabbau für 50 Jahre unterzog sich einer gründlichen Prüfung. Die Regierung Unterfrankens bewertete das Vorhaben nach Rücksprache mit 79 Behörden und der Auswertung von 4.300 öffentlichen Einwänden. Das Gebiet ist von entscheidender Bedeutung für die Trinkwasserversorgung Würzburgs und der umliegenden Gemeinden.

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Im Rahmen des Raumordnungsverfahrens sammelten die Verantwortlichen Stellungnahmen von Dutzenden Ämtern und Tausenden Anwohnern. Die Regierung kam zu dem Schluss, dass der Abbau keine unkontrollierbaren Risiken berge – vorausgesetzt, strenge Auflagen würden eingehalten. Knauf muss sich an diese Vorgaben halten, zu denen auch die Einstellung der Förderung bei sinkendem Grundwasserspiegel gehört.

Marco Pabstmann, technischer Direktor bei Knauf, begrüßte die Ergebnisse der Prüfung. Das Unternehmen plant, in den kommenden 50 Jahren jährlich eine Million Tonnen Gips zu fördern. Patrick Friedl, Landtagsabgeordneter und Würzburger Stadtrat, kritisierte die Bewertung jedoch scharf: Sie unterschätze die Gefahren für das Trinkwasser.

Eine Online-Petition gegen das Projekt sammelte über 5.600 Unterschriften. Trotz des Widerstands stufte die Regierung verbleibende Risiken als beherrschbar ein. Die endgültige Genehmigung liegt nun beim Bergamt Nordbayern, das bis Jahresende entscheiden soll.

Bald wird über das Schicksal des Projekts entschieden. Bei einer Genehmigung muss Knauf strenge Auflagen zum Grundwasserschutz einhalten. Das Urteil der Bergbehörde wird bestimmen, ob die Förderung unter den geplanten Bedingungen beginnen darf.

Quelle