40 Jahre Filmfestival Osnabrück: Wie das Kino Deutschlands Migrationsgeschichte erzählt
Heinz-Peter Söding40 Jahre Filmfestival Osnabrück: Wie das Kino Deutschlands Migrationsgeschichte erzählt
Podiumsdiskussion: Migration in Deutschland – 40 Jahre Filmfestival Osnabrück
Am Samstag, dem 11. Oktober, findet im Felix-Nussbaum-Haus eine Podiumsdiskussion zum Thema Migration in Deutschland statt. Die Veranstaltung steht im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums des Filmfestivals Osnabrück und untersucht, wie Filme in den vergangenen vier Jahrzehnten die Wahrnehmung von Migration, Zugehörigkeit und Identität geprägt haben. Der Eintritt ist frei, Beginn ist um 15 Uhr.
Die Diskussion vereint Expert:innen aus Film und Wissenschaft, um Deutschlands Geschichte als Einwanderungsland durch die Linse des Kinos zu betrachten. Die Filmemacherin Serpil Turhan und die Kulturwissenschaftlerin Aurora Rodonò leiten das Gespräch und setzen Schwerpunkte auf prägende Phasen wie die Gastarbeiterdebatten der 1980er-Jahre, die gewaltgeprägten "Baseballschlägerjahre" der 1990er sowie aktuelle Diskussionen über Geflüchtete und Integration.
Auch Prof. Dr. Christoph Rass vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück wird teilnehmen. Er wird analysieren, wie Filme das öffentliche Bild von Migration beeinflussen. Organisiert wird die Veranstaltung gemeinsam vom IMIS und Migration Policy e.V.
In den letzten 40 Jahren haben Filme wie Fatih Akıns Gegen die Wand und Auf der anderen Seite die türkisch-deutsche Identität und Migration thematisiert. Weitere bedeutende Werke sind Sandra Trostels Dokumentarfilm Fremdes Land (2006), Aysun Bademsoys Serie Die Brücke (1990er) und Neco Çakırs Kanak Attak (2000). Diese Produktionen spielten eine zentrale Rolle dabei, Deutschlands sich wandelnde Identität als Einwanderungsgesellschaft widerzuspiegeln und mitzugestalten.
Die Diskussion bietet Einblicke, wie das Kino Deutschlands Migrationsgeschichte dokumentiert und geprägt hat. Durch die Auseinandersetzung mit Schlüsselfilmen und Debatten soll die Veranstaltung das Verständnis für die kulturellen Verschiebungen im Land vertiefen. Die Podiumsdiskussion ist öffentlich, der Eintritt ist kostenlos.
