Woidke prangert vernachlässigte Ostbahn an: "Infrastrukturlücken vertiefen die Spaltung"
Leopold BeerWoidke prangert vernachlässigte Ostbahn an: "Infrastrukturlücken vertiefen die Spaltung"
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat auf die weiterhin bestehenden Infrastrukturlücken zwischen Ost- und Westdeutschland hingewiesen. Bei einer aktuellen Stellungnahme verwies er auf vernachlässigte Bahnprojekte und forderte eine engere Zusammenarbeit der ostdeutschen Bundesländer, um Verbesserungen voranzutreiben.
Als besonders eklatantes Beispiel für Unterinvestitionen nannte Woidke die Ostbahn-Strecke. Die Verbindung Berlin–Küstrin ist auf deutscher Seite bis heute nicht elektrifiziert, teilweise sogar noch eingleisig. Obwohl eine Brücke über die Oder fertiggestellt wurde, verweigert das Bundesverkehrsministerium die Finanzierung eines zweiten Gleises – die Kapazitäten bleiben damit begrenzt.
Der SPD-Politiker betonte, dass diese Defizite die Bürger in den ostdeutschen Ländern direkt belasten. Er rief Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen dazu auf, geschlossen mehr Gerechtigkeit einzufordern.
Woidkes Äußerungen spiegeln die anhaltende Kritik an den seit der Wiedervereinigung fortbestehenden Ungleichheiten wider. Zwar nannte er keine aktuellen Zahlen zur Ausbaustufe der Ostbahn, warnte jedoch, dass eine weitere Vernachlässigung solcher Projekte die Kluft nur vertiefen werde.
Der Appell des Ministerpräsidenten erfolgt zu einer Zeit, in der die ostdeutschen Länder weiterhin mit Infrastrukturschwächen kämpfen. Ohne zusätzliche Mittel und politischen Druck drohen Schlüsselprojekte wie die Ostbahn weitere Verzögerungen. Sein Aufruf zur Einheit zielt darauf ab, dass die Verkehrsbedürfnisse Ostdeutschlands endlich dieselbe Aufmerksamkeit erhalten wie die im Westen des Landes.






