Wie die Rheinische Post zur größten Tageszeitungsgruppe NRWs aufsteigt
Winfried JunkWie die Rheinische Post zur größten Tageszeitungsgruppe NRWs aufsteigt
Die Rheinische Post steht nach einer Reihe jüngster Übernahmen kurz davor, zur größten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen zu werden. Bereits im Februar übernahm ihr Mutterkonzern DuMont die Kölnische Rundschau vom Heinen Verlag. Nur wenige Wochen später wurden Pläne bekannt, die Präsenz in Westfalen weiter auszubauen.
Der Konsolidierungskurs begann im Februar, als DuMont die Kölnische Rundschau erwarb. Dieser Schritt markiert einen weiteren Meilenstein im Wandel von kleinen, unabhängigen Verlagen hin zu großen Medienkonzernen.
Anfang März kündigte die Rheinische Post an, zusätzliche westfälische Zeitungen sowie deren digitale Plattformen übernehmen zu wollen. Sobald der Deal abgeschlossen ist, wird sie ihre Position als führende Tageszeitungsgruppe der Region weiter festigen.
Das Bundeskartellamt prüft zwar solche Fusionen, bewertet dabei jedoch ausschließlich die Auswirkungen auf Lesermärkte und Werbeumfelder. Rechtlich ist es nicht befugt, zu untersuchen, wie sich solche Geschäfte auf die journalistische Vielfalt oder das Meinungsspektrum für die Öffentlichkeit auswirken.
Die Übernahmewelle wird die Rheinische Post zum dominierenden Zeitungsverlag in Nordrhein-Westfalen machen. Die regulatorische Aufsicht bleibt auf den Wettbewerb beschränkt – weitergehende Fragen zur Medienvielfalt bleiben unbeantwortet. Die Entwicklungen spiegeln einen anhaltenden Trend zu weniger, aber größeren Akteuren in der Branche wider.






