09 May 2026, 14:15

Wanderausstellung in Halle zeigt: Warum Medizin Männer und Frauen anders behandelt

Eine Gruppe von Menschen steht auf einer Treppe, die zu einem Podium mit einem Mikrofon führt, und schaut auf eine Menge mit Kameras während eines Ereignisses mit Säulen, einer Tür und einem Topf mit einer Pflanze im Hintergrund.

Wanderausstellung in Halle zeigt: Warum Medizin Männer und Frauen anders behandelt

Neue Wanderausstellung zu geschlechtergerechter Medizin in der Universitätsmedizin Halle eröffnet

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Vom 12. bis 28. Mai präsentiert die Universitätsmedizin Halle eine kostenlose Wanderausstellung zur geschlechter- und sexusbewussten Medizin. Im Mittelpunkt stehen die zentralen Unterschiede in der medizinischen Behandlung zwischen den biologischen Geschlechtern.

Die Schau umfasst zwölf detaillierte Poster, die aufzeigen, wie sich Krankheitsbilder und Therapien bei Männern und Frauen unterscheiden. Thematisiert werden unter anderem Wirkungen und Nebenwirkungen von Medikamenten sowie geschlechtsspezifische Merkmale von Erkrankungen wie Osteoporose, Herzinfarkten und Gefäßkrankheiten. Auch Infektionen, Depressionen, ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) und die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit werden behandelt.

Neben den medizinischen Differenzen widmet sich die Ausstellung der Rolle von Frauen in Führungspositionen, Forschung und Lehre. Initiiert wird das Projekt vom Deutschen Ärztinnenbund und der Deutschen Gesellschaft für Geschlechterspezifische Medizin, unterstützt durch die Margarete-Ammon-Stiftung.

Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät, betont, dass geschlechter- und sexusbewusste Ansätze zu besseren Behandlungsergebnissen für alle Patientinnen und Patienten führen können. Ziel der Ausstellung sei es, aktuelle Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und Fortschritte in Medizin, Wissenschaft und Bildung anzuregen.

Bis zum 28. Mai bleibt die Ausstellung für Besucherinnen und Besucher kostenfrei zugänglich. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, dass die vermittelten Erkenntnisse die Diskussion über geschlechtergerechte Versorgungsansätze vorantreiben und deren Weiterentwicklung fördern.

Quelle