Wadephul fordert von Iran Atomverzicht und Öffnung der Straße von Hormus
Heinz-Peter SödingWadephul fordert von Iran Atomverzicht und Öffnung der Straße von Hormus
Bundesaußenminister Johann Wadephul hat mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghchi Gespräche geführt, um die wachsenden Spannungen im Zusammenhang mit Teherans Atomprogramm zu entschärfen. Bei dem Telefonat ging es zudem um die jüngsten Sperrungen in der Straße von Hormus, einer lebenswichtigen Schifffahrtsroute für die globale Ölversorgung.
Wadephul betonte während des Gesprächs, der Iran müsse seine Atomwaffenambitionen vollständig und nachprüfbar aufgeben. Zudem forderte er die sofortige Wiedereröffnung der Straße von Hormus, die in den vergangenen Wochen immer wieder blockiert worden war.
Der deutsche Außenminister machte deutlich, dass Berlin und Washington in beiden Fragen nun dieselben Ziele verfolgten. Seine Äußerungen fallen in eine Phase, in der die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und den USA belastet sind.
Wadephul bekräftigte die deutsche Präferenz für eine verhandelte Lösung des Konflikts. Trotz der anhaltenden Meinungsverschiedenheiten zwischen den westlichen Mächten und dem Iran bezeichnete er Diplomatie als den besten Weg nach vorn.
Das Telefonat markiert einen seltenen Moment der Übereinstimmung zwischen Berlin und Washington in der Iran-Politik. Wadephuls Forderungen – nukleare Abrüstung und die Freigabe der Straße von Hormus – spiegeln eine gemeinsame Haltung wider. Weitere Gespräche werden erwartet, da die Spannungen in der Region weiterhin hoch bleiben.






