Volkswagen setzt in China auf Exporte statt Massenproduktion bis 2030
Serpil KranzVolkswagen setzt in China auf Exporte statt Massenproduktion bis 2030
Volkswagen baut seine Geschäfte in China um: Die Produktion wird gedrosselt, während die Exporte gesteigert werden sollen. Das Unternehmen rechnet nun mit geringeren Absatzzahlen auf dem heimischen Markt, will das Land aber bis 2030 zu einem wichtigen Exportstandort ausbauen.
Die Neuausrichtung erfolgt im Vorfeld der Vorstellung der aktualisierten China-Strategie, die Volkswagen diese Woche bei einer Veranstaltung in Peking vorstellen wird.
Bereits jetzt hat der Konzern seine Produktionskapazitäten in China um etwa 1,5 Millionen Fahrzeuge reduziert. Dies folgt einer Anpassung der Verkaufsziele, die nun bei 3,2 Millionen Autos bis 2030 liegen – deutlich weniger als die zuvor angestrebten bis zu vier Millionen.
Auch die Gewinnmargen in China werden voraussichtlich schrumpfen. Der Autokonzern erwartet nun eine Marge von vier bis sechs Prozent, ein Rückgang gegenüber den früheren zweistelligen Werten. Dennoch sieht das Unternehmen Chancen im Export von Fahrzeugen aus China in Schwellenmärkte.
Bis 2030 plant Volkswagen, jährlich rund 250.000 Autos aus China zu exportieren. Wichtige Zielmärkte sind Südostasien, der Nahen Osten, Afrika und Südamerika. Die aktualisierte Strategie wird am Donnerstag auf einem Kapitalmarktereignis in Peking präsentiert – kurz vor Beginn der Beijing Auto Show.
Die Änderungen spiegeln Volkswagens angepasste Prioritäten in China wider: Exporte sollen eine größere Rolle spielen, selbst wenn die Inlandsverkäufe und Gewinnprognosen zurückgehen. Die detaillierten Pläne wird das Unternehmen im Rahmen der dieswöchigen Veranstaltung in Peking vorstellen.






