26 April 2026, 02:13

VdK warnt vor Altersarmut durch geplante Renten- und Gesundheitskürzungen

Gelbliches deutsches Regierungsdokument mit einem kreisförmigen schwarzen Randstempel und schwarzer Tinte.

VdK warnt vor Altersarmut durch geplante Renten- und Gesundheitskürzungen

Der Sozialverband Deutschland (VdK) hat die jüngsten Reformvorschläge zu Renten und Gesundheitsversorgung scharf kritisiert. VdK-Präsidentin Verena Bentele warnte, dass geplante Kürzungen bei der gesetzlichen Rente und beim Krankengeld immer mehr Menschen in die Armut treiben würden. Ihre Äußerungen fallen in eine Phase, in der das Bundesgesundheitsministerium einen umstrittenen Gesetzentwurf zu den Reformen vorlegen will.

Bentele verurteilte den Vorschlag von Bundeskanzler Friedrich Merz, die staatliche Rente auf ein reines Grundsicherungsniveau zu reduzieren, als zynisch und realitätsfremd. Eine solche Maßnahme würde das Rentensystem abwerten, so die Verbandschefin. Bereits jetzt könnten 38 Prozent der Beschäftigten keine zusätzlichen privaten Altersvorsorgebeiträge leisten – sie seien damit besonders gefährdet.

Kritik übte sie auch an den Plänen von Gesundheitsministerin Nina Warken, das Krankengeld zu kürzen. Bentele betonte, dass davon vor allem Geringverdiener und chronisch Kranke betroffen wären. Gleichzeitig forderte sie, dass Besserverdiener sich stärker und gerechter an der Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beteiligen müssten.

Der VdK lehnt zudem Vorhaben ab, die beitragsfreie Familienversicherung für Angehörige im Rahmen der Gesundheitsreform abzuschaffen. Die Organisation drängt die Regierung außerdem dazu, unbezahlte Arztkosten für Bürgerinnen und Bürger zu übernehmen, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Diese Forderungen kommen zu einem Zeitpunkt, an dem der Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums ins Kabinett gebracht werden soll – während noch mehrere Streitpunkte ungelöst sind.

Bentele unterstrich, dass eine Kürzung der gesetzlichen Rente das Risiko von Altersarmut erhöhen würde, insbesondere für Gering- und Mittelverdiener. Das System müsse gerade diejenigen schützen, die am stärksten auf es angewiesen seien, statt die Lasten auf die Schwächsten abzuwälzen.

Die Warnungen des VdK spiegeln wachsende Sorgen über die Rentenvorsorge- und Gesundheitsreformen wider. Sollten die geplanten Änderungen umgesetzt werden, könnten Millionen Menschen im Alter oder bei Krankheit stärker unter finanziellen Druck geraten. Wie die Regierung mit diesen Risiken umgeht, wird sich in den nächsten Schritten zeigen.

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