06 March 2026, 20:12

TÜV Nord: Streikwelle nach abgelehntem Tarifangebot rollt durch Niedersachsen und Bremen

Ein Plakat mit zwei Personen vor einer Berglandschaft mit dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granit Arbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit."

TÜV Nord: Streikwelle nach abgelehntem Tarifangebot rollt durch Niedersachsen und Bremen

Beschäftigte beim TÜV Nord haben einen vorgeschlagenen Tarifabschluss mit großer Mehrheit abgelehnt – nun kommt es zu neuen Streiks. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) rief nach der Ablehnung des Angebots durch 69 Prozent ihrer Mitglieder und 64 Prozent der nicht organisierten Belegschaft zu ganztägigen Arbeitsniederlegungen von heute bis zum kommenden Dienstag auf. Der Konflikt dreht sich um Löhne und Vertragsbedingungen, eine Lösung ist nicht in Sicht.

Ausgelöst wurde der Streit, als ver.di eine zwölfprozentige Lohnerhöhung für die TÜV-Nord-Mitarbeitenden forderte, rückwirkend zum 1. April 2023. Die Gewerkschaft bestand zudem auf eine Laufzeit von zwölf Monaten und lehnte Nullrunden oder verlängerte Vertragslaufzeiten ab. Die Unternehmensführung legte jedoch kein überarbeitetes Angebot vor, sondern schlug stattdessen Schlichtungsgespräche vor.

An der Belegschaftsbefragung beteiligten sich über 3.100 Beschäftigte – eine deutliche Mehrheit sprach sich gegen den vorgeschlagenen Kompromiss aus. Die Ablehnung führt nun zu Streiks an mehreren Standorten, darunter in Niedersachsen und Bremen. Erwartet wird, dass die Mitarbeitenden die gesamte Woche lang die Arbeit niederlegen, was Prüf- und Zertifizierungsdienstleistungen beeinträchtigen wird.

Die Streiks dauern bis zum kommenden Dienstag an und legen weite Teile des TÜV Nord lahm. Da kein neues Angebot vorliegt, bleibt die Gewerkschaft bei ihren Forderungen nach höheren Löhnen und kürzeren Vertragslaufzeiten. Um die Pattsituation zu überwinden, könnten weitere Verhandlungen oder eine Schlichtung notwendig werden.

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