18 April 2026, 20:12

"Turbulence" verwandelt den alten Flughafen Tegel in einen inklusiven Kulturort

Menschen sitzen auf einem Flughafenboden und halten ein "Berlin wegen Klimakrise abgesagt"-Schild hoch mit verstreuten Besitztümern und Rolltreppen im Hintergrund.

"Turbulence" verwandelt den alten Flughafen Tegel in einen inklusiven Kulturort

Turbulence: Neuer Kulturort im ehemaligen Flughafen Tegel eröffnet

Im ehemaligen Flughafen Berlin-Tegel (TXL) hat mit Turbulence ein neuer kultureller Begegnungsort seine Pforten geöffnet. Das Kollektiv hinter dem Projekt verwandelte die alte Alte Frachtkantine des Flughafens in einen Raum für Musik, Kunst und inklusive Veranstaltungen. Den Auftakt bildete am 30. September 2022 das Event LIFTOFF – der Beginn eines neuen Kapitels für das Gelände.

Der Flughafen Tegel stellte im November 2020 seinen Betrieb ein und hinterließ eine riesige Fläche, die nun als nachhaltiger Innovationsstandort neu gestaltet wird. Turbulence hat einen Teil dieses Areals übernommen und bietet auf 3.747 Quadratmetern Freifläche Platz für Live-Auftritte, DJ-Sets, visuelle Installationen und Sitzgelegenheiten. Barrierefreiheit steht dabei im Mittelpunkt: In Zusammenarbeit mit der Initiative Barrierefrei Feiern sorgt der Ort für hindernisfreien Zugang, Unterstützung für Gäste mit Hör- oder Sehbeeinträchtigungen sowie einen eigenen Accessibility Point für Hilfestellungen.

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Das Kollektiv setzt auf strenge Buchungsrichtlinien und lädt ausschließlich Künstler:innen ein, die eine saubere Weste haben – also keine Vorgeschichte mit diskriminierendem Verhalten aufweisen. Künftige Veranstaltungen bleiben kostenfrei, die Teilnehmerzahl ist jedoch auf 700 Personen begrenzt. Aktuelle Infos und Ankündigungen gibt es auf dem Instagram-Kanal von Turbulence.

Ursprünglich von Alexandra Ertman aus dem Deutschen adaptiert, spiegelt das Projekt einen größeren Trend wider: die Umnutzung des industriellen Erbes von TXL zu einem lebendigen Kulturort. Turbulence ist damit ein zentraler Baustein der Tegel-Transformation, der Musik, Barrierefreiheit und Gemeinschaftsengagement verbindet. Mit seinem Fokus auf Inklusion und Nachhaltigkeit hebt sich der Ort von der Berliner Nachtkulturszene ab. Weitere Veranstaltungen werden seine Rolle in der kulturellen Landschaft der Stadt weiter prägen.

Quelle