Trigema-Chefin Grupp kritisiert Bonus-Politik als kurzsichtige Lösung
Heinz-Peter SödingTrigema-Chefin Grupp kritisiert Bonus-Politik als kurzsichtige Lösung
Bonita Grupp Grupp äußerte Frustration über Politiker, die ihrer Meinung nach falsche Erwartungen wecken, indem sie Anreize versprechen, die von anderen finanziert werden. Den steuerfreien Bonus bezeichnete sie als kurzsichtige Maßnahme, die die tiefer liegenden wirtschaftlichen Herausforderungen nicht angehe.
Trigema selbst hat noch nicht entschieden, ob das Unternehmen die 1.000-Euro-Prämie an seine Belegschaft auszahlen wird. Obwohl Grupp die Politik kritisiert, zeigt sie sich offen für umfassendere Steuerreformen. Sie schlug vor, eine moderate Erhöhung des Spitzensteuersatzes könnte vertretbar sein – vorausgesetzt, sie werde durch Entlastungen für Unternehmen und Arbeitnehmer ausgeglichen.
Ihre Bedenken gehen über den Bonus hinaus. Grupp wies auf den wachsenden Druck durch Lohnnebenkosten hin, die ihrer Befürchtung nach bald für Arbeitgeber unzumutbar werden könnten. Die 1.000-Euro-Steuerfrei-Prämie bleibt für Unternehmen freiwillig, sodass Firmen wie Trigema die Entscheidung sorgfältig abwägen müssen. Grupps Haltung spiegelt eine breitere Verunsicherung über steigende Kosten und die langfristigen Folgen politischer Eingriffe in die Lohnpolitik wider. Derzeit prüft die Modemarkengruppe weiterhin ihre nächsten Schritte.






