06 May 2026, 16:11

Tödlicher Zugunfall mit entlaufenen Kühen legt Bahnverkehr bei Gaildorf lahm

Schwarzes und weißes Foto von zwei Kühen, die auf den Bahngleisen gehen, mit einer Person auf einem Fahrzeug im Vordergrund, Gras und einem Zaun auf beiden Seiten der Gleise und Häusern, Bäumen und Masten im Hintergrund unter dem Himmel.

Tödlicher Zugunfall mit entlaufenen Kühen legt Bahnverkehr bei Gaildorf lahm

Zusammenstoß zwischen Zug und entlaufenen Rindern sorgt für Chaos bei Regionalbahn nahe Gaildorf

Ein Zugunfall mit entlaufenen Rindern hat am Dienstag auf einer Regionalstrecke bei Gaildorf für Chaos gesorgt. Neun Kühe brachen durch einen beschädigten Zaun aus und verursachten einen tödlichen Unfall, der den Bahnverkehr lahmlegte. Die Behörden haben inzwischen Ermittlungen eingeleitet.

Die Probleme begannen am Dienstagnachmittag, als neun Rinder aus einer Weide in der Nähe von Gaildorf ausbrachen. Ein defekter Zaun ermöglichte es den Tieren, auf die Gleise zu gelangen. Vier von ihnen konnten schnell wieder eingefangen werden, doch fünf blieben vorerst auf freiem Fuß.

Am späten Abend prallte ein Regionalzug nahe Gaildorf West mit drei der Kühe zusammen. Der Lokführer versuchte zwar noch rechtzeitig zu bremsen, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern. Alle 13 Fahrgäste an Bord blieben unverletzt.

Zunächst wurden nach dem Unfall noch zwei Kühe vermisst. Sie wurden später etwa acht Kilometer von der Weide entfernt aufgefunden. Die Bahnstrecke zwischen Gaildorf West und Schwäbisch Hall blieb bis Mittwochmorgen gesperrt, während Einsatzkräfte die Unfallstelle räumten.

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Die Polizei ermittelt nun gegen den Rinderbesitzer wegen Gefährdung des Bahnverkehrs. Untersucht wird, ob Fahrlässigkeit bei der Instandhaltung des Zauns zum Ausbruch der Tiere beigetragen hat.

Bei dem Vorfall kamen drei Kühe ums Leben, zudem kam es zu erheblichen Verspätungen im Bahnverkehr. Der Zugbetrieb wurde am Mittwoch nach Abschluss der Reparaturarbeiten und Sicherheitskontrollen wieder aufgenommen. Je nach Ergebnis der Ermittlungen könnte dem Besitzer der Tiere eine Anklage drohen.

Quelle