"The Wheelie Show" revolutioniert inklusiven Tanz mit Rollstühlen und Rollschuhen
Winfried Junk"The Wheelie Show" revolutioniert inklusiven Tanz mit Rollstühlen und Rollschuhen
Eine neue inklusive Tanzperformance sorgt für Furore – mit einer einzigartigen Mischung aus Bewegung und Bedeutung.„The Wheelie Show“ bringt Tänzer:innen mit und ohne Behinderungen zusammen und erkundet Themen wie Tempo, Stille und Verbundenheit. Die Produktion entstand aus einem Tanzkurs namens „Rolling Good Times“, geleitet von der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn.
Sechs Monate lang entwickelte sich die Aufführung durch Experimentierfreude und gemeinsame Arbeit der sechs Tänzer:innen. Die eine Hälfte gleitet auf Rollschuhen dahin, die andere bewegt sich im Rollstuhl – eine nahtlose Verschmelzung von Dynamik. Innovative Hebefiguren und aufeinander abgestimmte Bewegungen verleihen dem Stück eine visuelle Wucht, während Anklänge an Sportarten wie Eishockey und Cheerleading eingewoben sind.
„The Wheelie Show“ balanciert zwischen ruhigen und rasanten Momenten, verbindet künstlerische Tiefe mit Unterhaltung. Die Performance fragt: Wann und wo dürfen Menschen langsamer werden – ist dies eine bewusste Entscheidung oder ein zufälliger Moment? Im Mittelpunkt stehen Tempo, im wörtlichen wie im übertragenen Sinne, und die Sehnsucht nach Stille im Leben.
Jonah Onnen, einer der Tänzer, hofft, dass das Publikum mit einem Gefühl von Freude und weniger Vorurteilen nach Hause geht. Der Varieté-Charakter der Show hält die Energie hoch, lässt aber auch Raum für Reflexion. Mit ihrer Verbindung aus Athletik und Kunst stellt die Produktion gängige Vorstellungen von Bewegung und Fähigkeit infrage. Indem Rollschuhfahrer:innen und Rollstuhlnutzer:innen gemeinsam agieren, schafft sie einen Raum, in dem Unterschiede zu Stärken werden. Das Publikum ist eingeladen, Tempo, Stille und die Verbindungen zwischen Menschen neu zu denken.






