26 March 2026, 02:13

Teleshopping-Sender Channel21 meldet überraschend Insolvenz an

Liniengraph, der die Anzahl der Insolvenzfälle in den Vereinigten Staaten von 1995 bis 2011 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Teleshopping-Sender Channel21 meldet überraschend Insolvenz an

Teleshopping-Sender Channel21 meldet Insolvenz an

Nach Jahren rückläufiger Umsätze hat der deutsche Teleshopping-Sender Channel21 Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Hannover hat vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet, nachdem der Sender in finanzielle Schwierigkeiten geraten war. Die Anwältin Dr. Stefanie Zulauf übernimmt nun als Insolvenzverwalterin die Geschäftsführung des Unternehmens.

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Channel21 startete im Jahr 2001 unter dem Namen RTL Shop, bevor der Sender 2008 an einen Finanzinvestor verkauft wurde. Der neue Eigentümer benannte ihn in Channel21 um, doch seitdem haben sich die Marktbedingungen weiter verschlechtert. Die Zuschauerzahlen im linearen Fernsehen sinken kontinuierlich, während Online-Händler einen immer größeren Anteil am Verkaufsmarkt einnehmen.

Die Insolvenz reiht sich in eine Welle von Zusammenbrüchen im Teleshopping-Bereich ein. Erst kürzlich stellte der österreichische Konkurrent Mediashop den Betrieb ein – ein Schicksal, das viele Anbieter in Europa teilen. 2021 musste der deutsche Sender HSE schließen, nachdem er Pay-TV-Verträge und Zuschauer verloren hatte. Ein Jahr später stellte auch QVC Deutschland seinen Sendebetrieb ein und begründete dies mit der Konkurrenz durch den E-Commerce und veränderten Konsumgewohnheiten.

Zulauf wird nun prüfen, ob Channel21 weiterbetrieben werden kann oder eine Umstrukturierung erforderlich ist. Gläubiger müssen sich bei Zahlungen an die Anweisungen des Gerichts halten. Sämtliche wichtigen Entscheidungen des Unternehmens bedürfen vor ihrer Umsetzung ihrer Zustimmung.

Die Zukunft des Senders hängt von der Bewertung seiner finanziellen Lage durch die Verwalterin ab. Scheitert eine Sanierung, könnte Channel21 das Schicksal anderer Teleshopping-Kanäle teilen, die in den letzten Jahren schließen mussten. Der Fall unterstreicht den anhaltenden Niedergang des klassischen TV-Shopping zugunsten digitaler Alternativen.

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