06 May 2026, 07:09

Tausend Menschen demonstrieren in Berlin für bessere Rechte von Menschen mit Behinderungen

Schwarzes und weißes Barrierefreiheitssymbol mit einer Person im Rollstuhl auf grauem Hintergrund.

Tausend Menschen demonstrieren in Berlin für bessere Rechte von Menschen mit Behinderungen

Hunderte Demonstranten zogen am Samstag durch Berlin, um mehr Rechte und eine bessere Inklusion für Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Kundgebung fand nur wenige Tage vor der ersten Lesung der geplanten Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag statt.

Laut Polizeischätzungen nahmen etwa 1.000 Menschen an der Demonstration teil. Der Marsch begann am Brandenburger Tor und führte bis zum Roten Rathaus, wo die Veranstalter eine Abschlusskundgebung geplant hatten.

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Ein breites Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen und Behindertenrechtsvereinen hatte zu der Demonstration aufgerufen. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen standen verbindliche Barrierefreiheitsstandards für öffentliche Räume, den Verkehr und Dienstleistungen.

Zum Abschluss der Kundgebung wollten die Organisatoren eine Petition mit ihren zentralen Anforderungen überreichen. Zu den Rednern zählten Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD), Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke) sowie mehrere Abgeordnete. Ziel der Veranstaltung war es, vor der parlamentarischen Debatte am Donnerstag Druck auf die Politiker auszuüben.

Die Demonstration unterstrich die Forderung nach konkreten gesetzlichen Änderungen zur Verbesserung der Barrierefreiheit und Teilhabe. Da der Bundestag in dieser Woche über das Behindertengleichstellungsgesetz berät, hoffen die Organisatoren, dass ihre Anliegen die endgültige Gesetzgebung prägen werden. Die Petition und die öffentliche Kundgebung sind Teil einer koordinierten Kampagne für stärkere rechtliche Schutzmechanismen.

Quelle