SPD Mitte setzt auf Alexandra Wend als neue Bürgermeisterkandidatin nach Rückzug von Dos Santos
Serpil KranzSPD Mitte setzt auf Alexandra Wend als neue Bürgermeisterkandidatin nach Rückzug von Dos Santos
Die SPD im Berliner Bezirk Mitte hat eine neue Kandidatin für das Amt der Bezirksbürgermeisterin gewählt. Alexandra Wend sicherte sich die Nominierung, nachdem Uta Francisco dos Santos ihre Bewerbung zurückgezogen hatte. Die Entscheidung folgt auf wochenlange Kontroversen über Wahlkampfaktivitäten während eines Krankengeldbezugs.
Die örtliche SPD hatte zunächst Uta Francisco dos Santos für die Bürgermeisterwahl unterstützt. Doch die Forderungen nach ihrem Rückzug nahmen zu, nachdem bekannt wurde, dass sie trotz offizieller Krankschreibung Wahlkampf betrieben hatte. Dos Santos zog ihre Kandidatur später zurück und machte dafür eine „Medienkampagne“ „rechter Medien“ verantwortlich. Trotz des Rückzugs aus dem Rennen um das Bürgermeisteramt bleibt sie Spitzenkandidatin für die Bezirksverordnetenversammlung.
Ein Auswahlgremium der SPD Berlin-Mitte schlug daraufhin Alexandra Wend der Parteiführung vor. Der Vorstand stimmte mit großer Mehrheit für sie: 28 Mitglieder unterstützten ihre Kandidatur, nur eines lehnte ab. Wend ist derzeit stellvertretende Vorsitzende der SPD Pankow und leitet zudem die Abteilung für Gleichstellungspolitik in der Arbeits- und Wirtschaftspolitik der Senatsverwaltung für Arbeit.
Ihre Nominierung wird auf einer Bezirksdelegiertenkonferenz im Mai formal bestätigt. Wend hatte sich zuvor bereits als SPD-Kandidatin in Pankow für die Bundestagswahl 2025 beworben. Die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen finden am 20. September statt.
Wends Auswahl markiert einen Neuanfang im Wahlkampf der SPD Mitte nach wochenlangen internen Streitigkeiten. Die Partei geht nun mit ihr als Bürgermeisterkandidatin in den Wahlkampf – vorbehaltlich der endgültigen Bestätigung im Mai. Die anstehenden Wahlen im September werden zeigen, ob sie das Amt tatsächlich erringt.






