01 May 2026, 06:14

SPD fordert Verzicht auf 4,2-Prozent-Gehaltssprung für Bundestagsabgeordnete

Großes modernes Gebäude mit vielen Fenstern, als Bundestag in Berlin, Deutschland identifiziert, umgeben von Straßeninfrastruktur, Fußgängern, Fahrzeugen und Bäumen unter einem bewölkten Himmel.

SPD fordert Verzicht auf 4,2-Prozent-Gehaltssprung für Bundestagsabgeordnete

Abgeordnete des Deutschen Bundestags sollen in diesem Jahr eine Gehaltserhöhung von 4,2 Prozent erhalten, wodurch ihr monatliches Einkommen von 11.833,47 Euro auf 12.330,48 Euro steigen würde. Die SPD hat nun jedoch vorgeschlagen, dass die Parlamentarier auf die Anpassung verzichten – mit Verweis auf die finanzielle Belastung der Bürger angesichts steigender Spritpreise und wirtschaftlicher Spannungen.

Erstmals aufmerksam geworden war die Öffentlichkeit auf das Thema, als der CDU-Abgeordnete Wilhelm Gebhard Politiker aufforderte, auf die geplante Gehaltserhöhung zu verzichten. Er argumentierte, es sei angesichts der aktuellen finanziellen Schwierigkeiten vieler Deutscher unangemessen, die Erhöhung anzunehmen.

Die CDU/CSU-Fraktion wird den Vorschlag nun intern beraten, bevor weitere Schritte eingeleitet werden. Aus Kreisen der Union hieß es, man habe gehofft, die Angelegenheit im Stillen mit der SPD klären zu können, bevor sie öffentlich thematisiert werde.

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Steffen Bilger, ein Vertreter der CDU/CSU, betonte, dass die Diäten der Abgeordneten durch ein automatisches Verfahren festgelegt würden und nicht durch politische Entscheidungen. Zudem hob er hervor, dass das bestehende System für Transparenz und Nachvollziehbarkeit bei der Festsetzung der Bezüge sorge.

Statt auf die Erhöhung vollständig zu verzichten, waren zuvor alternative Lösungen in Erwägung gezogen worden. Dazu zählte etwa eine höhere Beteiligung der Abgeordneten an der Rentenversicherung oder die Kürzung ihrer Aufwandsentschädigungen.

Der SPD-Vorschlag, die Gehaltserhöhung abzulehnen, wird nun innerhalb der CDU/CSU-Fraktion diskutiert. Sollte er angenommen werden, würden die Abgeordneten weiterhin ihr aktuelles Gehalt beziehen, statt die automatische Anpassung zu erhalten. Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der viele Bürger aufgrund steigender Lebenshaltungskosten mit finanziellen Herausforderungen kämpfen.

Quelle