Schnitzer lehnt Flugpreis-Subventionen ab: "Hohe Preise sind notwendig"
Leopold BeerSchnitzer lehnt Flugpreis-Subventionen ab: "Hohe Preise sind notwendig"
Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat sich gegen staatlich subventionierte Flugpreisnachlässe in den Sommerferien ausgesprochen. Sie argumentiert, dass hohe Preise ein notwendiges Signal für Knappheit seien, und warnt vor weiteren Subventionen für den Flugverkehr.
Schnitzer kritisierte den kürzlich beschlossenen Spritrabatt als „großen und sozial ungerechten Fehler“. Sie rief die Verbraucher dazu auf, ihre Reisepläne angesichts steigender Energiekosten und einer sich verschärfenden Kerosinverknappung anzupassen. Sollten sich die Engpässe verschlimmern, werde das Fliegen unvermeidlich zurückgehen – die Menschen müssten ihre Urlaubsgewohnheiten dann überdenken.
Gleichzeitig lehnte sie es ab, Sommerreisen mit neuen Schulden zu finanzieren. Stattdessen schlug sie maßnahmen zur Drosselung der Nachfrage vor, etwa ein generelles Tempolimit oder autofreie Sonntage. Über den Reisebereich hinaus äußerte Schnitzer Bedenken hinsichtlich weiterer wirtschaftlicher Risiken, darunter mögliche Lohnforderungen in Tarifverhandlungen und weitere Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank.
Ihre Warnungen erstreckten sich auch auf geopolitische Bedrohungen, insbesondere die wirtschaftlichen Folgen einer möglichen Blockade der Straße von Hormus.
Schnitzers Position lehnt kurzfristige Subventionen ab und setzt stattdessen auf marktgesteuerte Anpassungen. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Nachfrage zu reduzieren, statt staatliche Unterstützung auszuweiten. Die Debatte über Energiepreise und die Erschwinglichkeit von Reisen wird voraussichtlich anhalten, solange die Preise weiter schwanken.






