10 May 2026, 16:10

Schärfere Regeln: Justizministerium will Kinder besser vor Gewalt schützen

Plakat mit der Aufschrift "Executive Orders Protecting Reproductive Rights" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißer Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, mit einer Grafik einer Person mit ausgebreiteten Armen.

Schärfere Regeln: Justizministerium will Kinder besser vor Gewalt schützen

Justizministerium plant schärfere Regeln zum Schutz von Kindern vor gewalttätigen Eltern

Das deutsche Bundesjustizministerium hat neue Maßnahmen vorgeschlagen, um Kinder besser vor misshandeln­den Eltern zu schützen. Nach dem Entwurf für die Reform könnten Familiengerichte gewalttätigen Eltern den Umgang mit ihren Kindern untersagen, wenn deren Verhalten die Sicherheit des Opfers gefährdet. Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) setzt sich für strengere rechtliche Schutzmechanismen ein, um die Spirale häuslicher Gewalt zu durchbrechen.

Bisher müssen Familiengerichte bei Entscheidungen über Sorge- und Umgangsrecht häusliche Gewalt berücksichtigen. Hubigs Vorstoß geht jedoch weiter: Richter sollen künftig die Möglichkeit erhalten, temporäre oder dauerhafte Kontaktverbote auszusprechen. Solche Einschränkungen wären dann anzuwenden, wenn die Gewalt die körperliche Unversehrtheit des Opfers bedroht und ein Verbot notwendig ist, um weitere Risiken abzuwenden.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Das Ministerium betont, dass es keine pauschalen Umgangsverbote geben werde. Stattdessen sollen die Gerichte jeden Einzelfall prüfen und dabei Art, Schwere und Häufigkeit der Gewalt sowie die Wahrscheinlichkeit weiterer Vorfälle abwägen. Falls angemessen, könnten auch mildere Maßnahmen wie begleitete Besuche angeordnet werden.

Die Reform berücksichtigt zudem, dass Kinder selbst dann leiden, wenn sie nicht direkt Opfer von Gewalt werden. Die Konfrontation mit familiären Konflikten kann langfristige Schäden verursachen – die neuen Regeln zielen darauf ab, diesen Schaden zu verhindern, indem der Schutz über die unmittelbaren Opfer hinaus ausgeweitet wird.

Falls der Gesetzentwurf verabschiedet wird, erhalten Richter klarere Handlungsmöglichkeiten, um in Fällen häuslicher Gewalt einzugreifen. Im Mittelpunkt steht weiterhin die individuelle Fallprüfung statt pauschaler Verbote. Ziel ist es, die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten und gleichzeitig die Rechte aller Beteiligten auszubalancieren.

Quelle